Test Operation Blitzsturm

von Philip Ulc (11. April 2008)

Mit "Operation Blitzsturm" erwartet euch ein weiterer First-Person-Shooter ganz im Stile der müde gewordenen "Medal of Honor" - Reihe. Ob das polnische Entwicklerstudio City Interactice dem nicht gerade frischen 2.Weltkriegs-Setting etwas Leben einhauchen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Ein gezielter Schuß auf ein Benzinfass und es brennt lichterloh.Ein gezielter Schuß auf ein Benzinfass und es brennt lichterloh.

Ein Mann, eine Mission

"Operation Blitzsturm" spielt im Jahre 1942, inmitten der Wirren des geschichtstheoretisch leicht abgeänderten 2. Weltkriegs. Nazi-Deutschland hat ganz Westeuropa erobert - ganz Westeuropa? Aber nein, das vereinte Königreich Großbritannien gibt sich nicht geschlagen, und schickt einen namenlosen Elitekämpfer, genau - euch, in geheimer Mission nach Deutschland. Es gilt, die drei obersten Offiziere der Wehrmacht auszuschalten, um dem beinahe verloren geglaubten Krieg eine entscheidende Wendung zu verleihen. Johann Gabler, Hans Höllmann und Hartmut Grühning sind die drei Herren, die sich nicht nur namentlich, sondern auch optisch an drei unbequeme Genossen des Deutschen Reiches anlehnen. Das Spiel hält sich glücklicherweise mit weiteren Fakten aus dem Geschichtsunterricht zurück und entlässt euch gleich in die erste Mission von insgesamt lediglich Dreien. Genretypisch durchstreift ihr mit einer historischen Waffe im Anschlag die Levels, die durch ihr schlauchartiges Design aber recht lieblos wirken und spielerische Freiheit kaum zulassen. Doch das ist längst nicht das Schlimmste, was ihr in "Operation Blitzsturm" erleben werdet.

Das einzige Mal im Spiel, dass Ihr ein Azurblau erblickt. Die meiste Zeit verbringt Ihr in dunklen Gängen und Räumen.Das einzige Mal im Spiel, dass Ihr ein Azurblau erblickt. Die meiste Zeit verbringt Ihr in dunklen Gängen und Räumen.

Keine Herausforderung, keine KI, kein Spaß

Das Spiel kennt nur eine Marschrichtung, und die lautet: Immer geradeaus. Jeder Level erfordert stumpfes Geballer auf die heranstürmenden Gegnerhorden. Wenn sie es denn mal täten. Vielmehr verharren die Feinde auf ihren Gefechtspositionen und warten nur darauf, wie Pappkameraden über den Haufen geschossen zu werden. Hierzu werden verschiedene Schießprügel wie Pistolen, Sturmgewehre oder ein Scharfschützengewehr zur Verfügung gestellt, allerdings reicht es vollkommen aus, mit der standardmäßigen M40 durch die Missionen zu rushen. Da dieser sinnfreie Shooter nicht gerade die grauen Zellen in Wallung bringt und die Autosave-Funktion nach jeder lächerlich kleinen Schießeinlage den Spielstand sichert, endet der Titel bereits nach etwa zwei bis drei Stunden Spielzeit. Übrigens mit einer schlichten Texttafel auf schwarzem Hintergrund, ähnlich wie die mindestens ebenso aufwändigen Missionsbriefings, die als Ziel stets die Infiltration eines geheimen Verstecks und dessen Ausräucherung deklarieren.

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