Test Neves

von Gerd Schüle (11. April 2008)

Manchmal reicht ein simples, aber gleichzeitig geniales Spielprinzip völlig aus, um erfahrenen Spielern stundenlangen Spielspaß zu servieren. Das beste Beispiel dafür ist das legendäre "Tetris". Basierend auf dem japanischen Klassiker "Tangram" will das neue Puzzledenkspiel "Neves" für den Nintendo DS in die selbe Kerbe wie das legendäre Tetris schlagen. Das ist ein hoher Anspruch, an dem schon viele solcher Spiele gescheitert sind.

Hier wählt ihr euer nächstes Puzzel ausHier wählt ihr euer nächstes Puzzel aus

Alles dreht sich um die Sieben

Das Ziel von "Neves" ist sehr einfach. Ihr müsst mit den stets 7gleichen, geometrischen Puzzleteilen verschiedene Formen legen. Diese werden euch praktischerweise in einer vorgegebenen Silhouette angezeigt, die ihr dann logischerweise komplett auszufüllen sollt. Dieser grundsätzliche Ablauf ist in allen vier vorhandenen Spielmodi gleich. Die unterschiedlichen Varianten unterscheiden sich hauptsächlich im Schwierigkeitsgrad. Die einfachste Art ist der Silhouetten Modus. Hier könnt ihr in aller Ruhe und ohne jeglichen Zeitdruck die Puzzle Rätsel lösen. Die zweite angebotene Spielart nennt sich Zeitdruck, was eigentlich schon genügend Aussagekraft hat. Hier habt ihr jeweils drei Minuten Zeit, die Lösung zu finden. Die letzte und zugleich schwierigste Einzelspielervariante bekam den Titel 7 Schritte. Hier muss jede Aktion stimmen, den ihr habt nur 7 Schritt um euer Ziel zu erreichen. Jedes Teil kann nur einmal "bearbeitet" werden, da jedes Auswählen als ein Schritt zählt.

Die Steuerung ist sehr einfach, aber etwas unpräziseDie Steuerung ist sehr einfach, aber etwas unpräzise

Wer ist besser

Im Zweispielermodus, der unter dem Namen Schulterklopfen ausgewählt wird, tretet ihr gegen einen anderen Spieler an. Wer zuerst drei Puzzles gelöst hat, darf sich als Sieger auf die Schultern klopfen. Die komplette Steuerung des Spiels erfolgt mit dem Stylus und ist im Grunde genauso simpel wie das Spielprinzip. Es gibt drei unterschiedliche Züge, mit denen ihr das komplette Spiel beherrscht. Ihr könnt die Puzzleteile bewegen, drehen und umdrehen. Das Ganze ist einfach und logisch aufgebaut, hat aber trotzdem einen Hacken. Die Steuerung reagiert etwas träge und unpräzise und wirkt dadurch sehr fummelig. Während das Ganze im ruhigen Silhouetten Modus noch zu verkraften ist, trübt es den Spielspaß zum Teil in den zwei anspruchsvolleren Spielvarianten doch merkbar. Die grafische Gestaltung des Spiels ist äußerst spartanisch, aber zweckdienlich. "Tetris" glänzt ja auch nicht durch grafische Effekte, etwas schöner hätte man das Ganze trotzdem gestalten können. Die meiner Meinung nach total nervige Hintergrundmusik schaltet man am besten ab.

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