Vorschau Left 4 Dead

von Philip Ulc (27. April 2008)

Gut gegen Böse, Schwarz gegen Weiß, Zombies gegen Menschen. Die Gegensätze sind auch in Valves Coop-Shooter "Left 4 Dead" klassisch, ansonsten überraschen die Untoten des 21.Jahrhunderts als höllisch schnelle Brut mit mehr Köpfchen als uns Splatterfilme weismachen.

Die Flucht ist gerade noch einmal geglücktDie Flucht ist gerade noch einmal geglückt

Ein hochansteckender Virus...

Der gewöhnliche Zombie von Welt ist nicht gerade für sein helles Köpfchen bekannt. Meist wird er als ausgesprochen behäbig, ja langsam dargestellt, und das bezieht sich nicht nur auf sein Denkvermögen. Aber der hirnlos torkelnde Zombie ist seit dem Kinoerfolg "28 Days Later" Vergangenheit, Entwickler Turtle Rock entleiht sich der Leinwand-Vorlage vor allem eine Eigenschaft der blutrünstigen Mutanten: Schnelligkeit. Im kooperativen Ego-Shooter "Left 4 Dead" habt ihr es mit einem nie enden wollenden Ansturm an blitzschnellen Untoten zu tun, die euch als einen von vier Mitstreitern durch Schlauchlevels jagen und nicht ruhen, bis auch der letzte "Überlebende" Lebewohl gesagt hat. Das simple Spielprinzip kommt mit einer ebenso schlichten Hintergrundgeschichte daher. Ein hoch ansteckender Virus verwandelt harmlose Menschen in mordlustige Psychopathen, die Jagd auf die noch gesunden Menschen machen. Das Spiel begleitet vier dieser "Überlebenden" auf ihrer dramatischen und nervenzerreißenden Flucht.

Im Team ist das Überleben leichterIm Team ist das Überleben leichter

...und die Flucht beginnt

Denn so einfach sich das Spielprinzip ausnimmt, so schrecklich intensiv wird diese Flucht in "Left 4 Dead" umgesetzt. Das Spiel bietet zwar nur einen Spielmodus, der sich treffenderweise "Überlebe und Flieh" nennt, offenbart aber einen besonderen Clou. Nicht nur die flüchtenden Menschen sind spielbar, sondern auch die Gegenseite der "Infizierten" mit fünf zusätzlichen, speziellen Monstertypen darf kontrolliert werden. Im Online-Modus ergibt das ein feines Katz-und-Mausspiel für insgesamt 8 Mitspieler. Wer solo unterwegs ist, wird durch die Computer-KI auf Trab gehalten. Während die Menschen in den insgesamt 20 Levels vom Startgebiet aus sich einen Weg zu einem bestimmten Punkt in den Arealen bahnen müssen, um dort ein Rettungsfahrzeug wie beispielsweise einen startenden Helikopter zu erreichen, so müssen die Untoten dies schlichtweg verhindern. Die Zombies haben dabei einen entscheidenden Vorteil gegenüber ihrer Beute. Sie sind den Menschen in ihrer schieren Masse zahlenmäßig haushoch überlegen und widerbeleben sich darüber hinaus nach ihrem Ableben unvermittelt an einem Punkt der Karte. Dafür ist der normale Infizierte mit ein, zwei Schüssen vergleichsweise leichtes Kanonenfutter.

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