Test Iron Man

von Jan Höllger (07. Mai 2008)

Nach den Erfolgen der Superheldenverfilmungen von "Batman", "Superman" oder "Spiderman" in den letzten Jahren kommen nun auch eher unbekanntere Comics zu Hollywoodehren. In diesen Tagen startet in unseren Kinos der Actionfilm "Iron Man", wobei sich die Kritiken bisher überraschend positiv lesen. Doch das muss natürlich nicht zwangsläufig für die Videospielumsetzung von "Iron Man" gelten, die uns Sega passend zum Kinostart für fast alle Konsolen beschert.

Aus luftiger Höhe hat der Superheld eine tolle Übersicht.Aus luftiger Höhe hat der Superheld eine tolle Übersicht.

Unterschätzer Superheld

Wie die Filmvorlage präsentiert sich auch das Spiel sehr actionreich. In Person des Iron Man persönlich rennt oder fliegt ihr durch die Levels und erledigt mit den Waffen eures Anzuges an die 100 Feinde pro Level. Darunter sind keinesfalls nur einfache Pappkameraden, sondern Gegner wie Helis, Kampfjets oder mit gleich mehreren Geschützen bestückte Panzer, die eifrig zurückschießen. Doch der durchaus sympathische Superheld kann viel einstecken und weicht entgegenkommenden Raketen geschickt aus. Trefft ihr das richtige Timing, könnt ihr die Raketen sogar auf Knopfdruck zum Adressaten zurückschicken. Durch euren Kampfanzug kommt zudem ein wenig taktische Tiefe in den lauten Actionalltag. Diesen dürft ihr nämlich vor und auch während der Mission individuell einstellen. Per Druck auf das Digikreuz leitet ihr dann etwa mehr Energie zu den Waffen oder der Körperpanzerung hin. Mit gewonnenem Geld kauft ihr zwischen den Einsätzen zudem neue Verbesserungen für den Anzug.

Im Flug kann der Iron Man Raketen ausweichen und sie zum Absender zurücklenken.Im Flug kann der Iron Man Raketen ausweichen und sie zum Absender zurücklenken.

Wer ist der Iron Man?

Die Story hält sich für eine Lizenzversoftung typisch eng an die Filmvorlage, erklärt die Beweggründe des eigenwilligen Helden aber leider nur vollkommen unzureichend. Ohne Kenntnis der Comics oder des Filmes bekommt ihr platte Charaktere vorgesetzt, auch die ganz ansehnlichen Rendersequenzen helfen da wenig. Das Doppelleben von Tony Stark als Multimillionär und Waffenentwickler auf der einen Seite und Superheld im Iron Man-Anzug auf der anderen Seite kommt im Spiel kaum zum Tragen. Das hat zur Folge, dass ihr euch ziemlich emotionslos und auf Dauer auch gelangweilt durch die krachenden Actioneinsätze kämpft.

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