Windchaser (PC)
Test
Windchaser
Geheimtipp 2008
Die Missionen der zwei Kampagnen sind allesamt ziemlich umfangreich, gut zwei Stunden solltet ihr schon pro Karte einplanen, selbst wenn ihr nicht alle Nebenaufgaben erledigt. Die Missionsziele sind sehr abwechslungsreich gestaltet. In einem besonders spannenden Einsatz müsst ihr beispielsweise eine Horde Feinde in einem Talkessel per Steinschlag ausschalten. Doch dafür müsst ihr zuerst drei Hügel in der Nähe einnehmen und mit euren Leuten verteidigen, was gar nicht so leicht ist, da ständig neue Monster eure gesplitteten Truppen angreifen. Neben den abwechslungsreichen Aufgaben hat uns auch die nett erzählte Fantasystory gefallen, in vielen Dialogen lernt ihr die Helden immer mehr kennen. Spielerisch ist "Windchaser" dem Konkurrent "Worldshift" deutlich überlegen, technisch dreht sich das allerdings um. Weder Grafik noch Sound sind auf einem Niveau, das dem Jahr 2008 entsprechen würde. Beim Sound könnte der Soundtrack etwas wuchtiger sein und die Stimme des Erzählers vor jeder Mission ist absolut unpassend besetzt, sonst sind die deutschen Stimmen aber gut gewählt. Die Grafik ist leider ziemlich undetailliert und sieht kaum besser aus als das über zwei Jahr alte "Spellforce 2". Ein paar hübsche Licht- und Zaubereffekte täuschen darüber kaum hinweg. Immerhin ist der optische Stil durchgängig recht hübsch. Auf einen Mehrspielermodus verzichtet "Windchaser" übrigens komplett.
Fazit
von Philipp Schneider
Was Multiplayerfans ihr "Worldshift" ist Solozockern ihr "Windchaser". Ganz ehrlich, ich hatte das Spiel der deutschen Entwickler von Chimera Entertainment nicht auf der Rechnung, bis mich "Windchaser" fast ein ganzes Wochenende vor dem PC gekostet hat. Nach anfänglichen Problemen aufgrund des komplexen Gameplays und einigen Abstürzen bin ich richtig in die Spielwelt eingetaucht und konnte mich an den packenden Kämpfen und spannenden Missionen gar nicht satt spielen. Das nennt man fraglos einen absoluten Überraschungshit, der zumindest in meiner Rangliste ein "Worldshift" und gar ein "Spellforce 2" klar schlägt. Keine Frage, "Windchaser" hat seine Fehler, sei es die Technik, der überzogene Schwierigkeitsgrad oder die steile Lernkurve, doch habt ihr euch erst mal eingespielt, werdet ihr als Fan von Taktik- und Rollenspielen kaum mehr davon los kommen. Ich kann euch daher nur nachhaltig empfehlen, diesem doch eher unbekannten PC-Spiel eine Chance zu geben, zumal es mit gut 25 € auch nicht die Welt kostet.
Kommentare 
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