Test Age of Conan - Seite 3

Gerade am Anfang sind die Quests gut beschrieben und dank der Kartenhilfen auch leicht zu finden..Gerade am Anfang sind die Quests gut beschrieben und dank der Kartenhilfen auch leicht zu finden..

Quest-Navi on Bord

Was sofort ins Auge sticht, ist das übersichtliche Questsystem. Bei "Age of Conan" gibt es kaum ein zielloses Herumirren und stundenlanges Suchen. Auf der Minimap wird die jeweils im Questtracker als aktiv markierte Quest angezeigt - und zwar nicht nur die Aufgabe an sich, sondern auch das Areal auf der Karte, wo diese Quest erfüllt werden muss. Aber auf Licht kommt ja bekanntlich auch Schatten und so musste ich dann ca. bei Level 30 feststellen: So ungemein praktisch dieses Questsystem von mir am Anfang auch empfunden wurde, so langweilig und ohne jegliche Herausforderung gestaltet sich das Ganze, wenn du als Spieler keinerlei Grips mehr anstrengen musst um eine Quest zu lösen. So gesehen schlagen hier zwei Herzen in meiner Brust! Für einen Casual-Gamer ohne MMOPRG Erfahrung ist das Quest System sicherlich ein Segen. Der Schlachtenerprobte MMOPRG-Profi dagegen wird dieses System schon bald als nicht sonderlich motivierend und aufregend empfinden. Ein weiteres Manko: Auch wenn es endlich, endlich eine separate Quest- UND Rohstofftasche gibt, so ist trotzdem der am häufigsten gehörte Satz: "Mein Inventar ist voll". Mit nur einem zusätzlichen Taschenplatz macht "Age of Conan" jeder Messi-Seele das Leben schwer. Kunden der Pre-Order mit Early Acces Key kommen zwar neben einem Reittier auch in den Genuss einer zusätzlichen Tasche, aber auch hier währt die Freude über den neu gewonnen Platz nicht lange.

Moderater bis leichter Schwierigkeitsgrad: Nach ziemlich genau 5 Stunden Spielzeit Level 15Moderater bis leichter Schwierigkeitsgrad: Nach ziemlich genau 5 Stunden Spielzeit Level 15

Nachsitzen nötig

Was Interface angeht, sollte Funcom aber noch einmal gehörig nachsitzen. Die ganzen Eigenschafts- und Zauberspruch-Symbole sehen sich so sehr ähnlich, dass man diese viel zu leicht verwechseln kann. Ganz grundsätzlich lässt sich das Interface kaum konfigurieren, mal abgesehen von ein paar rudimentären Möglichkeiten, die aber nur die größte Not lindern. Gerade mit zunehmendem Level stößt so ziemlich jede Klasse an die Grenzen der Bedienbarkeit und der Übersicht. Im Hinblick auf die verschiedenen AoE Kombinationen gerade bei den Nahkampfklassen wäre auch ein vernünftiges Targetsystem von Vorteil. Ein absolutes Desaster ist der Party Modus! Mal ganz abgesehen davon, dass ich einen gravierenden Augenschaden davontrage, wenn ich meine Gruppenmitglieder auf der Minimap suche, sind die mikroskopisch kleinen Gesundheitsbälkchen gerade für Heiler eine einzige Tortour. Von so fehlenden Kleinigkeiten, wie Spieler ansehen oder Ausrüstungs-Vorschau, wollen wir erst gar nicht reden. Hier muss Funcom dringend noch etwas tun und sollte sich alleine schon wegen der extrem hohen Patch-Frequenz nicht auf die langsam anwachsende Modding- Community verlassen.

Elend Lange Ladenbalken beim Zoning trüben etwas den Spielspaß. Hier rentiert sich viel Speicher.Elend Lange Ladenbalken beim Zoning trüben etwas den Spielspaß. Hier rentiert sich viel Speicher.

Unendliche Weiten - oder doch nicht?

Die Welt von "Age of Conan: Hyborian Adventures" ist wahrlich riesig. Schon recht früh bekommt man einen ungefähren Eindruck von der Größe der Welt. Im Gegensatz zum Genre-Primus "World of Warcraft" ist "Hyborian" allerdings komplett instanziert. Sobald ihr einen neuen Kartenabschnitt betretet, findet ein Zoning incl. Ladescreen statt. Das Ganze hat natürlich seine Vorteile, denn sobald ein Abschnitt "voll" ist, bekommt der Spieler eine neue Instanz zugewiesen. Das hat sicherlich aus performance-technischer Sicht seinen Charme, schmälert aber in meinen Augen dieses Gefühl von grenzenloser Freiheit, wie ich es beispielsweise bei World of Warcraft hatte. Zwar gab es auch hier in begrenztem Maße ein Zoning. Nur war dieses in meinen Augen deutlich stimmiger in das Spiel integriert, als das bei "Age of Conan" der Fall ist. Das Thema Gildenstädte klingt fürs erste zwar recht spannend - wie sich das Ganze aber dann tatsächlich entwickelt, wird erst mit der Zeit ersichtlich werden. Da auch die Gildenstädte instanziert sind, wird es wohl nicht so aussehen wie damals bei Ultima Online, wo jedes freie Fleckchen Erde zugebaut worden ist. Aber auch hier gilt - so nachvollziehbar das von technischer Seite her ist - so sehr raubt es etwas von der Atmosphäre.

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