Test Iron Man

von Daniel Frick (02. Juni 2008)

Superhelden haben spätestens seit den überaus erfolgreichen Spiderman Verfilmungen der letzten Jahre auf der Kinoleinwand wieder absolute Hochkonjunktur. Bei der Umsetzung erfolgreicher Hollywoodfilme in Computerspiele ist man fleissig und geschäftstüchtig wie man es von der Spieleindustrie kennt. Allein, eine wirklich gute Umsetzung einer Filmvorlage ist sie uns bis jetzt schuldig geblieben. Ob ausgerechnet die PSP Portierung des "Iron Man" daran etwas ändern kann?

Die Anzüge sehen ganz nett aus. Wichtig ist das nicht...Die Anzüge sehen ganz nett aus. Wichtig ist das nicht...

Superhelden in Dosen

Tony Stark ist Waffenproduzent und hat es mit Genie und Coolness, aber auch einer ordentlichen Portion Skrupellosigkeit zum Milliardär gebracht. Allerdings wird der gutaussehende Playboy bei einer Vorführung seiner neuesten Superwaffe in den Bergen von Afghanistan ausgerechnet von der Kundschaft entführt. In diesem Fall sind es Terroristen, die Stark zwingen wollen, in Gefangenschaft sein neuestes Waffensystem "gratis" in einer Höhle in den Bergen nachzubauen. Während er vorgibt, genau das zu tun, bastelt er jedoch einem Ausbruchsplan, der unglaublich scheint: Mit dem Prototypen eines gepanzerten Kampfanzugs will er seinen Entführen entfliehen. Den erzählerischen Vorlauf muss man allerdings im Kino gesehen haben, denn das Spiel beginnt mit der Szene des Ausbruchs aus der Höhle ohne jeglichen Vorlauf: Ein guter Einstieg in eine Geschichte sieht anders aus.

Eisen ist wohl grau. Aber SO grau?Eisen ist wohl grau. Aber SO grau?

Schlechte Steuerung nervt

Im Rahmen eines Tutorials werden in den beiden ersten Levels die Grundfunktionen der Bewegung und des Fliegens erklärt, das man dann anschliessend gleich üben darf. Oder üben muss, besser gesagt, denn die reichlich Fingerakrobatik benötigende Steuerung macht es einem nicht gerade leicht, sich schnell mit dem Superhelden-Fluggerät vertraut zu machen. Zugegeben, es dürfte nicht ganz einfach gewesen zu sein, unseren Superhelden auf der kleinen PSP fliegen zu lassen. Aber das kann keine Entschuldigung sein: Das komplette Pad wurde schlicht doppelt belegt, die Schultertasten muss man dagegen für das Schweben in der Luft nur halb durchdrücken. Das jedoch ist in einem dynamischen Kampf kaum möglich, geschweige denn, dann mit der wackeligen Zielsuche einen Gegner ins Visier zu nehmen. Dazu kommt die andauernde Justierung der Kamera mittels Buttons und der Fakt, dass man trotzdem immer zu nahe an der Spielfigur dran ist. So eiert man dann irgendwie durch die Luft, bis man sich einigermassen an das Drama gewöhnt hat. Übersichtlichkeit und Bedienkomfort wären aber selbst auf der kleinen Sony Konsole auf jeden Fall besser zu machen gewesen. So fühlt es sich wahrscheinlich cooler an, im Kino während einer Iron Man Vorführung mit Popcorn auf seinen Vordermann zu schiessen anstatt mit der PSP auf die Gegner in "Iron Man".

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