Test Secret Agent Clank

von Daniel Frick (11. Juni 2008)

Mit "Ratchet & Clank: Size Matters" brachte Sony uns vor einem Jahr die erste Umsetzung des auf der Playstation überaus erfolgreichen Heldenduos auf die PSP. Während damals allerdings der fuchsartige Lombax Ratchet die Hauptfigur darstellte, ist es bei der zweiten Umsetzung für die PSP genau umgekehrt: Bisher eher im Schatten gestanden, zieht der kleine Roboter Clank seinen Smoking an und tritt als "Secret Agent Clank" auf, um die Verschwörung um seinen unschuldig im Gefängnis sitzenden Freund Ratchet aufzuklären. Ganz geheim, versteht sich...

Secret Agent Clank: Heiß!Secret Agent Clank: Heiß!

Eine Agentenparodie für die PSP

Ihr findet, das klingt nach der üblichen, drögen Heldengeschichte? Weit gefehlt! Denn wie schon im Vorgänger gibt es jede Menge ironisch überzeichnete Figuren und viel, viel Abwechslung. Nachdem Ratchet angeklagt ist, den wertvollsten Edelstein der Galaxis, "Das Auge der Unendlichkeit" gestohlen zu haben, untersuchen wir zunächst den Tatort, das Boltaire-Museum. Dort wird auch schon die erste kleine Neuakzentuierung klar: Wir schleichen uns in Anlehnung an mehr oder weniger bekannte Agentenfilme an den Wachen vorbei (indem wir uns auf einem Sockel stehend als Statue tarnen) oder tricksten lasergesteuerte Alarmfallen aus. Indem wir in einem Minigame im richtigen Rhythmus die richtige Taste drücken (erinnert an eine vereinfachte Version von Guitar Hero), schlagen wir uns wacker durch die Laserfallen, ohne den Alarm auszulösen. Die Wächter können wir in einem weiteren Minigame unbemerkt mit einem Spezialangriff aufs Kreuz legen, ohne Schaden zu nehmen. Das Schöne dabei: Die Schleicherei ist kein Selbstzweck und bestimmte Passagen lassen sich nur auf diese Weise lösen. An anderen Stellen darf aber wie im Vorgängerspiel ordentlich gekämpft werden.

Unser Agent kann Clank-FuUnser Agent kann Clank-Fu

Sympathischer Held, lustige Waffen und Zubehör

Hier punktet "Secret Agent Clank" mit dem gleichen lustigen Abwechslungsreichtum die "Size Matters". An bestimmten Stellen bekommen wir Agentenlieferungen, die uns neue Werkzeuge und Waffen aus der Agentenabteilung bescheren. Zudem können wir an Verkaufsautomaten, die, wie es sich für ein Agentenspiel gehört, als Telefonzellen getarnt sind, neue Waffen und Upgrades von den hart verdienten Bolts kaufen. So erwerben wir schon recht früh im Spiel das Clank-Fu Upgrade, mit dem unser kleiner Held aus Blech noch formvollendeter als von Anfang an die gegnerischen Schergen nach echt asiatischer Manier vermöbeln kann. Mich persönlich hat das nicht nur einmal laut zum Lachen gebracht: Einen Roboter, der seine Gegner durch einen Schulterwurf ausschaltet oder seine Gegnerin ganz britisch während einem Tanz besiegt, bekommt man schließlich nicht alle Tage zu sehen. Die Animationen sind zudem wirklich schön gemacht, so dass die Mischung aus realistischer Umsetzung und skurrilem Thema den besonderen Reiz dieses Features ausmacht. Aber das trifft eigentlich auf das ganze Spiel zu: Mir persönlich sagt Clank als Agentenparodie jedenfalls mehr zu als der Han-Solo-Clon Ratchet, wobei auch der durchaus zu gefallen weiß.

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