Test Mass Effect

von Daniel Frick (14. Juni 2008)

Nach durchgehend hohen Wertungen für die X-Box 360 im vergangenen Herbst machte Bioware's Science-Fiction Rollenspiel "Mass Effect" zuletzt mit dem für viele PC-Spieler unverständlichen Kopierschutz von sich reden (wir berichteten). Nachdem die PC-Konvertierung nun vor wenigen Tagen erschienen ist, interessiert uns aber natürlich noch viel mehr, ob die an der Konsolenfassung kritisierten Punkte für die PC-Version verbessert wurden. Und so haben wir uns erneut als Commander John Shepard in einen schwelenden intergalaktischen Konflikt eingemischt...

Die Citadel ist eine imposante RaumstationDie Citadel ist eine imposante Raumstation

Der Weltraum. Unendliche Weiten...

Wir befinden uns im Jahr 2183 und der Menschheit ist durch die Entdeckung eines ausserirdischen Artefakts auf dem Mars 2148 der Sprung zur intergalaktischen Kolonialmacht gelungen. Zum Zeitpunkt des Spiels leben die Menschen mehr oder weniger friedlich, aber nicht ohne Konflikte in Nachbarschaft mit zahlreichen hoch technisierten ausserirdischen Rassen. Das Zentrum der Galaxis stellt die Citadel dar, eine riesige Raumstation der verschollenen Alienrasse der Protheaner. Dort tagt auch der Citadel-Rat, das Exekutiv-Komitee der drei wichtigsten galaktischen Rassen der Turianer, Asari und der Salarianer, der die Geschicke der Galaxis lenkt. Die Menschen als "Neuankömmlinge" haben zwar schon an Einfluss gewonnen, doch von einem Sitz im Rat ist die menschliche Allianz noch weit entfernt. Verständlich, dass man beim Militär der Allianz nichts unversucht lässt, seinen Einfluss zu vergrössern. Und was könnte da gelegener kommen, als ein bei Ausgrabungen auf der Agrarkolonie Eden Prime gefundener protheanischer Sender? Als Commander Shepard werden wir auf der Normandy, dem modernsten Schiff der Allianzflotte nach Eden Prime entsendet, um das Artefakt zu bergen. Doch das gestaltet sich wesentlich schwerer als erwartet und schon unmittelbar nach der Mission steht die Galaxis am Rande eines Kriegs...

Die Turianer gehören zu den einflussreichsten RassenDie Turianer gehören zu den einflussreichsten Rassen

6 menschliche Charakterklassen und Jedi-Anleihen

Wir beginnen unser Abenteuer als wahlweise männlicher oder weiblicher Elitesoldat Commander Shepard. Neben einer detaillierten Individualisierung des Aussehens im Charaktermenü können wir auch eine von 6 Charakterklassen auswählen, die unserem Spielsystem am ehesten entspricht. Soldat, Techniker (defensiver Nahkämpfer), Experte (entspricht Zauberer in anderen RPGs), Infiltrator (Scharfschütze), Frontkämpfer (eine Art "Kampfmagier") und Wächter (Mischung aus Experte und Techniker). Rollenspieltypisch ist dabei der Soldat vor allem zum Einstieg am einfachsten zu spielen, da er mehr austeilen und auch mehr einstecken kann. Die anderen Klassen sind zum Teil etwas anspruchsvoller, üben aber aufgrund ihrer Fertigkeiten je nach Geschmack auch mehr Faszination aus als der klassischer Kämpfer. So oder so gibt es zu Beginn 3 Schwierigkeitsgrade, im Laufe des Spiels können weitere 2 frei geschaltet werden. Es sollte also für niemanden ein Problem darstellen, jede gewünschte Klasse zu spielen. Die durch Kämpfe, Missionen und erfolgreich geführte Dialoge verdienten Erfahrungspunkte werden nach Levelaufstiegen in Talentpunkte umgelegt, die wir dann in unsere klassenspezifischen Fähigkeiten investieren. Besonders eindrucksvoll sind hier vor allem die tollen Biotik Effekte der Experten und Frontkämpfer: Diese lassen in bester Jediritter-Manier Gegenstände durch die Luft fliegen oder lassen andere optisch imponierende Zauber vom Stapel. Durchschlagskräftiger als verbesserte Schusswaffen sind sie allerdings nicht.

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