Vorschau Velvet Assassin

von Philipp Rauh (22. Juni 2008)

Violette Szabo starb am 5. Februar 1945 im Alter von 24 Jahren im KZ Ravensbrück durch die Hand nazistischer Kriegstreiber. Sie geriet in Hitler-deutsche Gefangenschaft während eines Spionageauftrages im Namen der britischen Krone. Inspiriert von dem Heldenmut dieser jungen Französin entwickelt Replay Studios seit drei Jahren ein Action-Adventure im Stil von "Splinter Cell" und Co.

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Gnadenlos!

Und wieder geht's ab im Zweiten Weltkrieg. Mit einem namenlosen, muskelbepackten US-Volkshelden gegen Hundertschaften dummer Nazis? Falsch geraten! "Velvet Assassin" ist kein Ego-Shooter, es gibt keinen US-amerikanischen Helden, der Held ist noch nicht mal einer, sondern eine Heldin! Und zwar eine französische Untergrundkämpferin im Dienst des britischen Empires. Wie Sam Fisher steuert ihr Violette Summer, die Protagonistin im Spiel, in der Third-Person-Ansicht durch zwölf Levels. Die historisch korrekt nachgebauten Ortschaften, etwa ein polnisches Ghetto oder die Notre Dame, bereist man in Violettes Erinnerung, da sie selbst schwer verwundet mit dem Tod ringt. Die Missionen sind teils äußerst realistisch dargestellt, so beobachtet man im Ghetto zum Beispiel Erschießungskommandos. Sensibleren Gemütern könnte das zu viel sein.

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Respektlos?

Bis vor einiger Zeit wurde "Velvet Assassin" noch unter dem Titel "Sabotage" entwickelt. Neben dem Namen änderten sich noch andere Aspekte, so wurde aus der streng gehaltenen Domina-Spionin vor der jeder Wehrmachtsoffizier voller Panik weglaufen würde, eine hübsche Geheimagentin im Stil von früheren Bond-Damen. Dennoch setzt Replay Studios nicht auf das Motto "Sex sells", denn laut Entwickler soll "Violette Summer kein feuchter Jungenstraum mit Riesenbrüsten wie Lara Croft" sein, sondern eine Figur mit Charakter. Und wie wir wissen sind die neuen, grob geschätzten 75C-Körbchen der Heldin Violette ein positives Zeichen für mehr Charakter und erzählerischen Tiefgang. Ob dem antifaschistischen Andenken an die historische Vorlage Violette Szabo damit etwas Gutes getan wird, kann bezweifelt werden.

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