Vorschau Mercenaries 2

von Philipp Rauh (20. Juni 2008)

Diktatoren haben es in Shootern häufig schwer. Das ist auch in "Mercenaries 2" nicht anders. Der Kriegstreiber in Venezuela muss weg und so nimmt das Spiel stark überzeichnet ausgemergelte Klischees auf die Schippe und sich selbst häufig nicht so ernst. Mit trashigen Machosprüchen à la 70er-Jahre Ami-Actionfilm und einer riesigen Spielwelt will Pandemic Studios an den erfolgreichen ersten Teil anknüpfen.

Jetzt geht es dem freundlichen Diktator an den KragenJetzt geht es dem freundlichen Diktator an den Kragen

Blei im verlängerten Rücken

So läuft das im Leben eines Söldners. Da wird man von einem schmierigen Diktator angeheuert, erledigt den Job und will seine wohl verdiente Belohnung. Dumm grinsend eröffnet euch euer Auftraggeber, dass das Geld für eure Bezahlung gerade nicht aufzutreiben ist, die Bananenrepublik aber noch genug Budget hat um euch eine Kugel in den Hintern zu jagen. Ab hier übernehmt ihr die Kontrolle in Third-Person-Manier über den geprellten, angeschossenen und auf Rache sinnenden Helden. Um eure Gerechtigkeit zu bekommen, zerlegt ihr eine 64km² große offene Spielwelt in ihre Einzelteile - Bäume, Fahrzeuge, Hochhäuser - alles kann zerlegt werden, das richtige Kaliber vorausgesetzt. Die passenden Schießprügel nehmt ihr entweder getöteten Gegnern ab oder kauft sie euch. Bei dem riesigen Fuhrpark sieht das etwas anders aus, ihr könnt alle Fahrzeuge - Flugzeuge ausgenommen - durch kleine Minispielchen übernehmen oder ebenfalls käuflich erwerben.

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Mordende Marionetten

Spiele, die eine offene und weitläufige Welt simulieren, knüpfen selten an aktuelle Grafikstandards an, dass dies dennoch möglich ist, beweist derzeit eindrucksvoll "GTA 4". Bei "Mercenaries 2" hingegen laufen gerade im technischen Bereich einige Dinge noch nicht richtig rund. Die Atmosphäre hat schwer mit plötzlich aufpoppenden Objekten zu kämpfen, viele Texturen sehen wie mit einem nassen Schwamm bearbeitet aus und auch die Animationen der Spielfiguren können noch nicht überzeugen. Die InGame-Objekte zeichnen sich durch vergleichsweise wenige Polygone aus. Dennoch sind die Grafikeffekte gut geraten, Explosionen und Sonnenflecken sind hübsch anzuschauen, auch die Physik-Engine arbeitet vernünftig. Doch um es mit Toptiteln aufzunehmen sollten die Entwickler noch einige Arbeitsstunden investieren.

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