Test Das Bourne Komplott - Seite 2

Die Nahkämpfe sind hübsch inszeniert, laufen aber immer gleich ab..Die Nahkämpfe sind hübsch inszeniert, laufen aber immer gleich ab..

Meister der Wiederholung

"In die Länge ziehen" ist aber ohnehin ein gutes Stichwort für das gesamte Spiel. So actionreich und toll inszeniert "Das Bourne Komplott" auch ist, spielerisch könnt ihr die verschiedenen Spielelemente an einer Hand abzählen. Da wären neben klassischen Schießereien, die sich fast genauso spielen wie in der PS3-Referenz "Uncharted", zahlreiche Faustkämpfe, einige fiese QuickTimeEvents und zuletzt die Fluchteinsätze. Alles zusammen ergibt schon einen ansprechenden Action-Cocktail, der bis ins letzte Details durchgeskriptet ist. Es vergeht also keine Minute, ohne dass neue Feinde auftauchen, eine Zwischensequenz abgespielt wird oder irgendwas in die Luft fliegt. Sehr langweilig sind allerdings auf Dauer die Nahkämpfe ausgefallen. Im Faustkampf Mann gegen Mann müsst ihr mit Jason euer Gegenüber KO schlagen. Das läuft stets nach demselben Muster ab. Zunächst blockt ihr mit gedrückter A-Taste alle feindlichen Angriffe und schlagt dann selbst zu. Dadurch füllt sich eure Adrenalinanzeige und ihr dürft nach kurzer Zeit einen schweren Angriff, den sogenannten Takedown, ausführen. Meist ist dieser Takedown gleichzeitig der finale Move, der aber vollkommen automatisch ausgeführt wird. Etliche Gegner und vor allem die Bosse halten schon mal weitaus länger aus. Ein einzelner Kampf kann sich schon mal zehn Minuten in die Länge ziehen, ohne dass die Auseinandersetzungen sonderlich anspruchsvoll oder abwechslungsreich sind, hier kommt also schnell Langeweile auf.

Wo Jason Bourne auftaucht, da kracht es gewaltig.Wo Jason Bourne auftaucht, da kracht es gewaltig.

Wann kommt endlich das Ende?

Da gefallen die schnellen Einsätze wie in der amerikanischen Botschaft schon besser, in denen ihr vor den Gegnern in irrem Tempo davon sprintet. Als netter Bonus besitzt Bourne übrigens einen Agenteninstinkt, der euch auf Knopfdruck interessante Objekte und Missionsziele anzeigt. Auch sonst ist die Bedienung sehr sauber gelungen und der Schwierigkeitsgrad dank größtenteils fair verteilter Speicherpunkte in Ordnung. Die Grafik hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck, die aktuelle Unreal-Engine zeigt sich anders als bei einem "Blacksite" mal wieder von ihrer besseren Seite. Schön ist auch, dass ihr viele Objekte in den Levels zerstören dürft. Mit etwa acht Stunden Spielzeit ist "Das Bourne Komplott" sicherlich kein umfangreiches Spiel, aber schon so geht dem Spiel ab der Halbzeit spürbar die Puste aus, da es einfach an spielerischer Abwechslung mangelt.

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