Test Sins of a Solar Empire - Seite 2

Gebäude werden immer im nahen Umkreis von Planeten errichtetGebäude werden immer im nahen Umkreis von Planeten errichtet

Im Detail nicht viel zu tun

Insgesamt legen die Entwickler Wert auf Zugänglichkeit, sodass ein Spieleinstieg mit raschen Erfolgserlebnissen garantiert ist. Wer aber im Detail an seiner Herrschaft über ganze Galaxien wie in "Master of Orion" werkeln will, liegt mit diesem Titel falsch. Hierzu gibt sich der Titel in vielen Optionen allzu abgespeckt. Weder können die Raumschiffe individuell mit Waffen bestückt werden noch könnt ihr beispielsweise die Steuersätze eurer Bürger individuell festlegen. Das Micromanagement lässt der Titel links liegen. Im Vordergrund steht vielmehr die großzügige Planung des Flottenausbaus und die Wahl verschiedener Forschungsfelder, die auf zwei großen Techtrees voran getrieben werden. Der Ausbau der Planeten sowie die Kämpfe finden immer in unmittelbarer Nähe zu einem Planeten oder einer Sonne statt, die untereinander durch Lichtgeschwindigkeits-Routen verbunden sind. So düst ihr mit der Fähigkeit Phasensprung von Planet zu Planet oder überwindet die Entfernung zu anderen Sonnensystemen innerhalb kürzester Zeit. Dass dabei die Übersicht nicht verloren geht, dafür zeichnet die gelungene Kamera verantwortlich.

In der höchsten Zoomstufe werden den Raumgleitern viele Details entlockt.In der höchsten Zoomstufe werden den Raumgleitern viele Details entlockt.

Mit dem Auge eines Raumadlers

Die Kamera weckt Erinnerungen an den letztes Jahr erschienenen Strategietitel "Supreme Commander". Mit dem Mausrad könnt ihr bequem aus dem Geschehen herauszoomen und habt ganze Galaxien in der Übersicht oder ihr zoomt bis an einzelne Raumschiffe metergenau heran. Bei mitunter mehr als 100 Planeten und riesigen Flotten auf einzelnen Karten ist diese Kamerafunktion mehr als vorteilhaft. Grafisch macht das Spiel eine gute Figur. Die Weltraum-Hintergründe lassen Science-Fiction-Flair aufkommen. Raumanomalien wie Wurmlöcher und Zeitspalten sowie Asteroidengürtel sind schöne, grafische Tupfer. Der Sound hält sich im Hintergrund, besticht aber durch epische Klänge und im richtigen Moment mit dramatischer Musik bei Feindangriffen. Neben einer Vielzahl an Karten im Solospieler-Modus verfügt "Sins of a Solar Empire" auch über einen Online-Modus für bis zu zehn Mitspieler. Bei entsprechender Kartengröße mit mehreren Sonnensystemen können solche Schlachten gerne auch einmal 9-10 Stunden dauern.

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