Vorschau Far Cry 2

von Daniel Frick (27. Juni 2008)

Die ersten fünf Monate im Jahreskalender eines PC-Spielers sind erfahrungsgemäss eher lau, wenn man nur echten Spielperlen den Zutritt auf die heimische Festplatte gestattet. Wenn man mal von der PC Umsetzung von Assassin's Creed absieht, hatte auch dieses Jahr für PC-Spieler bisher keine besonderen Highlights zu bieten. Wenn man allerdings einen Blick auf diverse Releaselisten wirft, dann hat das Jahr durchaus noch einige Hitkandidaten zu bieten. Wir wollen euch das quälende Warten auf eure heiss erwartetsten Spieleknaller mit einer Vorschau auf Ubisofts "Far Cry 2" versüßen.

Far Cry 2 überzeugt durch eine lebendige UmweltFar Cry 2 überzeugt durch eine lebendige Umwelt

Aus alt mach neu?

Nachdem "Far Cry" auf dem PC vor 4 Jahren unzählige Spieler durch revolutionäre Optik begeisterte und mindestens genauso viele vor Verzweiflung über den heftigen Schwierigkeitsgrad in die Computertastatur beissen liess, war es still geworden um Jack Carver, den Protagonisten des Insel-Shooters. Nach etlichen mehr oder weniger Bedeutungslosen Portierungen und Fortsetzungen für diverse Konsolen und der traurigen Nachricht, dass uns C-Film-Regisseur Uwe Boll mit einer Verfilmung des Ego-Shooters "beglücken" wird, sorgte im vergangenen Herbst die Nachricht für Freude, dass sich Ubisoft Montreal (Splinter Cell, Assassin's Creed) in der Entwicklung der für den Sommer terminierten offiziellen Fortsetzung befindet. Die Entwickler des ersten Teils hatten die Namensrechte verloren und daher den "inoffiziellen Nachfolger" "Crysis" im vergangenen Herbst durch Electronic Arts veröffentlicht. Naheliegend, dass der Austausch der Macher der Fortsetzung einen deutlich anderen Touch geben dürfte. Bei "Assassin's Creed" begeisterte schon der Realismus der Spielwelt, allerdings konnten die Missionen auf Dauer nicht genug Abwechslung bieten. Wir hoffen, dass Ubisoft aus diesem Fehler gelernt hat.

Den Drachen aus dem Vorgänger wird es wieder gebenDen Drachen aus dem Vorgänger wird es wieder geben

Noch mehr Realismus als im Vorgänger angekündigt

Der Herausforderung, die Qualitäten von "Far Cry" mit innovativen Neuerungen zu verschmelzen, hat man in Montreal bei den Denkern und Lenkern des Entwicklungsstudios oberste Priorität eingeräumt. Schließlich gilt es, sich nicht nur auf den Lorbeeren des Vorgängers auszuruhen, sondern dem hochwertigen "Halbbruder" "Crysis" nicht nur optisch die Stirn bieten zu können. Schon beim ausgewählten Szenario zeigt sich dieser Spagat überdeutlich: Jack Carver ist passé, man kämpft sich sein Weg nicht mehr durch Mutanten auf einer Karibikinsel, sondern zeitgemäß und wesentlich realistischer gegen Terroristen und den mysteriösen "Schakal" in einem fiktiven Staat auf dem bisher in Computerspielen weitgehend verschmähten schwarzen Kontinent. Optisch hat das exotische Szenario zwar dennoch leichte Reminiszenzen an den Vorgänger zu bieten, doch die Macher versprechen ein gänzlich anderes Spiel, das den Schwerpunkt auf den ausgeprägten Grad an Realismus legt. Unser Held kann nicht mehr locker flockig mit einer halben Waffenfabrik durch die Steppe schlendern und durch die hohe Luftfeuchtigkeit verursacht der Rost an unserer AK-47 schon mal eine Ladehemmung.

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