Test Beijing 2008

von Jan Höllger (09. Juli 2008)

Ein Sportevent jagt diesen Sommer das nächste. Kaum ist die Euro 2008 vorbei, radelt bereits die Tour de France los und alle zwei Wochen brummen ja auch noch die Motoren der Formel 1. Das weltweit aber größte Sportereignis des Jahres beginnt erst am 8.8.2008 um 8.08 Uhr in Peking, wenn die XXIX. Olympischen Sommerspieler der Neuzeit beginnen. Auf PS3 und Xbox360 dürft ihr dank Segas offiziellen Olympiaspiel "Beijing 2008" schon jetzt mit dem Trainieren beginnen.

Das Timing beim Start ist sehr wichtig, aber schwer hinzubekommen.Das Timing beim Start ist sehr wichtig, aber schwer hinzubekommen.

Start ohne Fackellauf

"Beijing 2008" (Landessprache für Peking) setzt vor allem auf Olympiaatmosphäre und dicken Spielumfang. In ganzen 38 Disziplinen dürft ihr im Spiel antreten, wobei darunter natürlich auch etliche recht ähnliche Wettbewerbe sind, beispielsweise 100m Sprint und 100m Hürden. Doch im Großen und Ganzen deckt der Titel die Vielfalt der olympischen Wettbewerbe gut ab, bis auf die Mannschafts- und Ballsportwettbewerbe sowie einige exotische Disziplinen haben wir eigentlich nichts vermisst. Großen Wert legt "Beijing 2008" auf die klassischen Leichtathletikwettbewerbe, also Laufen, Werfen oder Springen in allen Unterarten. Auch die Schwimmdisziplinen und gar Turmspringen sind vielfältig vorhanden. Des Weiteren gibt es noch diverse Schießdisziplinen, Turnwettbewerbe wie Barren oder Bodenturnen und auch einige für eine Videospielumsetzung etwas außergewöhnlichere Sportarten wie Kajakfahren, Tischtennis oder Teamradfahren.

Bei vielen Wettbewerben müsst ihr zunächst genug Druck beim Anlauf aufbauen.Bei vielen Wettbewerben müsst ihr zunächst genug Druck beim Anlauf aufbauen.

Masse ohne Klasse?

Die Quantität stimmt somit schon mal auf jeden Fall, mehr Wettbewerbe bot bislang kein vergleichbares Sportspiel. Allerdings hat uns die qualitative Umsetzung der einzelnen Sportarten größtenteils nicht überzeugt. Das liegt vor allem an der Steuerung, die sich zwar an Genrestandards hält, aber ein paar überflüssige Manöver dazu addiert. So müsst ihr beim Laufen während des Startvorgangs zunächst Kraft aufbauen und dürft die Schultertaste am Pad erst loslassen, wenn der Startschuss fällt. Das perfekte Timing hinzubekommen ist enorm schwer, schnell macht ihr einen Fehlstart oder kommt viel zu spät ins Laufen. Das gleiche Problem habt ihr auch beim Schwimmen. Seid ihr dagegen erst mal unterwegs, sprintet ihr ganz klassisch durch das schnelle Drücken zweier Tasten, was nicht nur eure Finger schnell in Mitleidenschaft zieht, sondern auch das Gamepad nicht gerade schont. Schlimm wird es vor allem bei langen Strecken, wenn ihr das "Buttonsmashing" mehrere Minuten durchhalten müsst, da wisst ihr wirklich, wie sich eine Sehnenscheidenentzündung anfühlt.

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