Test Ferrari Challenge - Seite 2

Die Ideallinie hilft euch beim Erlernen der Kurse.Die Ideallinie hilft euch beim Erlernen der Kurse.

Früh bremsen, stark einlenken

Das Fahrverhalten der roten Flitzer ist etwa zwischen "GT 5 Prologue" und "Race Driver: Grid" angesiedelt. Es benötigt schon ein wenig Übung, um die leicht störrischen Ferraris auf der Piste zu halten. Zu träge erschienen uns die Bremsen zu arbeiten, der Bremsweg ist enorm lang. Außerdem müsst ihr in engen Kurven ziemlich stark den Analogstick in die jeweilige Richtung drücken, jedenfalls deutlich mehr als in vergleichbaren Rennspielen. Letztlich ist die Fahrphysik daher nicht komplett überzeugend, doch mit der Zeit gewöhnt ihr euch daran, zur Not schaltet ihr ein paar der Fahrhilfen an. Bei schlechtem Wetter, sprich Regen, steuern sich die Autos sogar nochmals etwas anders. Durchwachsen ist die Gegner-KI in "Ferrari Challenge" Wir hatten keine Probleme, jeden Kontrahenten vor einer Kurve oder Schikane auszubremsen, da sie stets brav auf der Ideallinie fahren. Habt ihr den Führenden erstmal überholt, bleibt euch dieser immerhin eng auf den Fersen, so bleibt es bis zum Ende eines Rennens spannend.

Der Fahrer braucht nach dem Rennen zumindest nicht unter die Dusche.Der Fahrer braucht nach dem Rennen zumindest nicht unter die Dusche.

Spielspaßkratzer im Lack

Durch eure Erfolge in den Meisterschaften und im Arcademodus schaltet ihr weitere Strecken, Spielmodi, Wagen und Sammelkarten frei, letztere lassen sich über die Onlinecommunity sogar tauschen. Onlinerennen sind aber natürlich auch möglich und zwar mit bis zu 16 Spielern. Leider mangelt es aber allen Rennen, egal ob offline oder online, an Dynamik, was auch daran liegt, dass der Titel auf ein Schadensmodell verzichtet. Abgesehen von ein paar kleinen Lackkratzern überstehen die Ferraris auch den größten Crash, was für ein modernes Rennspiel einfach eine Enttäuschung ist. Für das Abdrängen eines Kontrahenten von der Strecke gibt es noch nicht einmal eine Strafe, diese gibt es dafür aber, wenn ihr unabsichtlich über eine sandige Auslaufzone hoppelt, da stimmt das Maß einfach nicht. Grafisch sieht "Ferrari Challenge" auf der PS3 gut aus, reicht aber nicht an die großen Kontrahenten "Grid" und "GT5" heran. Die Streckenumgebungen wirken allesamt recht eintönig und statisch, Highlights gibt es bei den Kursen ohnehin nicht, da es nur typische Motorsportstrecken in der Einöde gibt. Gut hört sich der Motorensound der Wagen an, leider ist das schon das einzig Positive, was wir über den Sound sagen können. Die Musikstücke während der Rennen sind absolut grausam und sollten sofort in den Optionen abgeschaltet werden. Auch in den Menüs und während den viel zu langen Ladezeiten verzichtet ihr lieber auf Hintergrundmusik.

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