Test Narnia - Prinz Kaspian - Seite 2

Auf welcher Seite steht Prinz Kaspian?Auf welcher Seite steht Prinz Kaspian?

Kamerascheue Wegweiser

Die Levels sind wie gesagt sehr groß ausgefallen, was zusammen mit dem eigenartigen Speichersystem schon ärgerlich ist. Denn auch wenn der Fortschritt regelmäßig gespeichert wird, fangt ihr bei einem späteren Neustart der Mission immer wieder am Levelanfang an und müsst im schlimmsten Falle bereits absolvierte Missionen nochmals spielen, um dorthin zu kommen, wo ihr bei der letzten Session aufgehört hattet. Meist dient ein großer Bereich, etwa der Innenhof einer Burg oder eine verlassene Ruine als Hublevel, von dem ihr die kleineren Missionen starten könnt. Allerdings müsst ihr die Startpositionen erst mal mühsam finden. Es fehlt hier an optischen Markierungen, wo es in der Spielwelt weiter geht. Zudem erschwert die bockige Kamera die Übersicht, denn wie bei den Legospielen dürft ihr die Ansicht nicht frei drehen oder schwenken, regelmäßig lauft ihr daher ins Nichts.

Die Rätsel sind meist nicht sonderlich anspruchsvoll.Die Rätsel sind meist nicht sonderlich anspruchsvoll.

Wochenendausflug nach Narnia

Ansonsten ist das Missionsdesign aber durchaus gelungen, die Aufgaben sind abwechslungsreich und erreichen einen guten Mix aus Kämpfen und Rätseln. Kindgerecht geht es in den Schlachten eher betulich zur Sache, was den Auseinandersetzungen ein wenig ihre Dynamik nimmt. Die Knobeleien beschränken sich dagegen meist auf das Drücken von Schaltern oder Finden von Gegenständen. In einer dunklen Höhle müssen sich zwei der Kinder etwa mit brennenden Fackeln den Weg durch Horden von Käfern bahnen, um eine Schatztruhe mit einem Enterhaken zu erreichen. Warum jetzt allerdings gerade am Ende der Höhle ein solcher Haken in der Truhe liegt oder an anderer Stelle die Waffen der Kinder, bleibt unklar. Wirklich schwer ist "Prinz Kaspian von Narnia" nicht, Profispieler dürften sich schnell unterfordert fühlen, immerhin gibt es viele Bonusgegenstände freizuschalten. Ärgerlich: ein paar Bugs trüben den Spielspaß und hemmen an mancher Stellen das Weiterkommen, oft hilft dann nur ein zeitintensiver Levelneustart. Optisch macht der Titel dagegen eine ganz gute Figur, wobei gerade die Charaktere ruhig noch etwas detaillierter hätten aussehen dürfen. Besser gefällt uns die vegetationsreiche Landschaft sowie das Spiel mit Licht und Schatten in dunklen Höhlen. Der Sound bewegt sich auf einem ebenso ordentlichen Niveau und erzeugt mit dem hörenswerten Score eine tolle Atmosphäre.

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