Test Grand Prix Legends

von Thorsten Rühl (08. November 1998)

Die Softwareschmiede Papyrus - unter anderem bekannt durch Spiele wie NASCAR Racing - hat mit Grand Prix Legends eine Formel 1-Simulation veröffentlicht, die sich hinter keinem Konkurrenzprodukt verstecken braucht.

In Grand Prix Legends kannst du die Formel-1-Saison des Jahres 1967 nachspielen. Damals war vieles anders: Es gab keine Sponsoren auf den Fahrzeugen, die Fahrzeuge hatten keinen Heckspoiler und die Strecken waren dazu da, Fahrer an ihre Grenzen zu bringen anstelle ihnen höchstmögliche Sicherheit zu bieten.

Bei Grand Prix Legends handelt es sich keineswegs um ein Arcade-Rennspiel, sondern um eine realistische Rennsimulation. Dies hat zur Folge, daß man die ersten Stunden mehr auf dem Randstreifen als auf der Strecke verbringt. Auch um das Studium des Handbuchs kommt man nicht herum, darin erfährt man, wie man das Fahrverhalten mit dem Reifendruck, der Lenkung und der Getriebeübersetzung beeinflussen kann.

Übrigens lässt sich Grand Prix Legends am besten mit einem Lenkrad oder einem Analog-Pad spielen, mit einem digitalen Gamepad oder der Tastatur spielt es sich viel schwerer, da man das Gas nicht dosieren kann.

Am Anfang sollte man den Trainingsmodus spielen, um die Strecken und den Wagen kennenzulernen. Hilfreich ist dabei, sich an den Spuren auf dem Asphalt zu orientieren, welche anstelle einer einblendbaren Idealline immer sichtbar sind. Um im Spiel unter die ersten zehn zu kommen, braucht man sehr viel Gedult, für Einsteiger und Gelegenheitszocker ist Grand Prix Legends daher nicht zu empfehlen. Man kann zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen, was sich auf die Dauer des Qualifying und auf die Anzahl der Runden auswirkt. Desto höher der Schwierigkeitsgrad ist, desto schneller treten Schäden am Fahrzeug auf.

Zur Auswahl stehen elf verschiedene Strecken, darunter der Nürnburgring (inklusive Nordschleife) und Monaco. Die Strecken wurden in der über zweijährigen Entwicklungszeit sehr originalgetreu erstellt. Leider ist die Grafik abseits der Strecke nicht sehr liebevoll gestaltet, so wirken manche Bäume kantig. Dafür ist der Sound umso besser: Wer einmal im Grand-Prix-Modus seinen Motor und die Motoren der anderen Boliden gehört hat, hat nur noch wenig Lust, den Trainings-Modus zu spielen. Auch an einen Multiplayer-Modus wurde gedacht: bis zu 20 Spieler können über Modem oder Netzwerk gegeneinander antreten.

Insgesamt kann man sagen, daß Grand Prix Legends wohl die realistischste Rennsimulation bisher ist. Erst einige Jahre später erreichten Titel wie GTR Racing oder auch GT Legends wieder dieses hohe Niveau. Deshalb ist es am Anfang sehr schwer, den Wagen unter Kontrolle zu haben. Hat man dies allerdings geschafft, macht das Spiel umso mehr Spaß.

80

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Tags: Singleplayer  

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