Test Elefunk

von Jan Höllger (23. Juli 2008)

Vorsicht Suchtgefahr: Sony lässt den Knobelklassiker "Bridge Builder" neu aufleben. Wer immer schon mal gewagte Brücken über Abgründe errichten wollte, ist bei "Elefunk" jedenfalls genau richtig. Und damit eure kleinen Meisterwerke auch so richtig schön auf die Probe gestellt werden, laufen am Ende eines Levels Elefanten über die Brücke. Klingt interessant? Ist es auch, und kostet dabei noch nicht einmal 8 €.

Ob diese Brücke hält?Ob diese Brücke hält?

Spiele zum kleinen Preis

"Elefunk" erscheint nur für die Playstation3 und kann seit wenigen Tagen über den Playstation Store für genau 7,99 € gekauft und heruntergeladen werden, eine normale DVD-Version ist, wie bei den PSN-Arcadespielen üblich, nicht geplant. Habt ihr den PSN-Store bisher noch keines Blickes gewürdigt, solltet ihr das schnell ändern, neben "Elefunk" gibt es noch eine Reihe weiterer interessanter Titel, u.a. das geniale "Super Stardust HD". Für kleinen Preis erhaltet ihr hier gelungene Spielideen, die vielleicht nicht stundenlang hintereinander an den Bildschirm fesseln, aber mit viel Liebe zum Detail entwickelt sind und sich technisch oft kaum hinter normalen Spielen verstecken müssen, eben perfekte Unterhaltung für zwischendurch. Besonders gelungene Titel werden wir euch künftig hier bei Spieletipps in Tests präsentieren, "Elefunk" macht dabei heute den Anfang.

Die Konstruktionen werden immer komplexer.Die Konstruktionen werden immer komplexer.

Dumbo als Versuchskaninchen

Wie schon eingangs geschrieben, ist das Spielkonzept von "Elefunk" sehr simpel. Ihr habt in jedem Level zwei Wege, die durch einen oder mehrere Abgründe unterbrochen sind. Auf einer Seite des Weges steht mindestens ein Elefant, der auf die andere Seite möchte. Eure Aufgabe ist es nun, aus vorgegeben Plattformen und Seilen eine stabile Brückenkonstruktion zu entwerfen. Das ist gar nicht so einfach, wie es sich vielleicht anhört. Denn die Brücke muss schon nach physikalischen Gesetzen entworfen werden, einfach mit ein paar Seilen oder Elementen die Wege verbinden, reicht nicht. Und selbst dann, wenn eure Überführung perfekt zu sein scheint, zeigt spätestens die abschließende Elefantenparade, ob ihr architektonisch etwas drauf habt oder die armen Elefanten in den Abgrund stürzen. Das Ganze wird sehr witzig präsentiert und steuert sich nach kurzer Eingewöhnung prima. Allein die Kamera reagiert beim Scrollen manchmal etwas träge. Etwas überzogen erscheint uns leider der Schwierigkeitsgrad, schon im dritten Level mussten wir über eine Stunde rätseln, bis die Brücke endlich dem Elefantengewicht Stand hielt. Dabei sind viel Ausprobieren und Tüfteln gefragt, denn echte Tipps gibt euch das Spiel nicht. Doch hat euch "Elefunk" erst einmal gefangen genommen, mögt ihr mit dem launigen, aber eben auch schweren Brückenbau kaum noch aufhören.

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