Test Drakensang - Seite 2

Draußen gut, drinnen zickig: Die KamerasteuerungDraußen gut, drinnen zickig: Die Kamerasteuerung

Heißt "klassisches Rollenspiel" kein Komfort?

Bei der Bedienung hat "Drakensang" eindeutig die größten Schwächen. Es spielt und steuert sich nicht schwer, aber mehr Bedienkomfort hätte dem Spielspaß nicht geschadet. Vor allem in Innenräumen und Dungeons ist die Kamerasteuerung zu zickig. Das liegt daran, dass ich die Kamera zwar frei drehen und kippen kann, jedoch nur, wenn genügend Platz ist. Sind Wände im Weg, zoomt die Kamera automatisch ans Spielgeschehen - und dann klicke ich öfter auf meine Partymitglieder als auf meine Feinde. Dann heißt es Kamera drehen, aufs Neue zoomen und klicken, auf die Dauer ist das anstrengend. Mein Inventar muss ich aus unerklärlichen Gründen selbst sortieren, warum keinen Button zum sortieren, der inzwischen wirklich Standard ist? Warum nur eine halbherzige Schnellreisefunktion, in der ich nach Unterbrechungen durch Kämpfe noch weiter (untätig) durch die Landschaft laufen muss? Warum keinen Button, der dem DSA-Anfänger die optimalen Verbesserungen beim Aufleveln der Helden anzeigt? Warum kann ich durch Wälder streifen, muss aber bei der kleinsten Erhebung erst den "richtigen" Weg suchen? Und warum bietet mir ein Kampfsystem, dass taktisch komplex sein will, nur rudimentäre taktische Funktionen, wenn schon meine Mannen nicht selbst den Weg zum nächsten Monster finden? Radeon Labs, ihr wolltet doch klassische Tugenden modern umsetzen!

Leider sind die packenden Gespräche nicht komplett vertontLeider sind die packenden Gespräche nicht komplett vertont

Technik: Grundsolide Arbeit im besten Sinne!

Bei der formalen technischen Umsetzung machen die Jungs aus Berlin einen soliden Job. Die Grafik besticht vor allen Dingen durch das liebevolle und sehr detaillierte Design. Fachwerkhäuser, Kathedralen und wogendes Gras schaffen eine tolle Stimmung, ohne dass die Grafik grandios ist. Texturen sind bei näherer Betrachtung nicht mehr ganz so hübsch und die Weitsicht in der Prärie haben schon andere Spiele vor 2 Jahren wesentlich beeindruckender hinbekommen. Eine besondere Erwähnung verdienen allerdings die Animationen der rundenbasierten Kämpfe. Jede Aktion ist auf dem Bildschirm 1:1 zu bewundern: Wenn der Schild einen Schlag abfängt, wenn ein Angriff in den eigenen Rücken stattfindet oder ein Spezialmanöver ausgeführt wird. Löblich! Die Sprachausgabe der häufigen Gespräche ist ebenfalls sehr ansprechend. Leider sind nur Bruchteile der umfangreichen Gespräche rund um die Quests vertont. Sehr schade! Die Musik passt gut, ohne dass sie zu aufdringlich wäre. Solide Arbeit haben die Entwickler aber vor allen Dingen im Bezug auf das Fundament des Spiels abgeliefert: So gut wie keine Bugs, erfreulich kurze Ladezeiten zwischen den einzelnen Levelabschnitten und auch die Grafikanforderungen sind erfreulich niedrig!

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