Test

Drakensang

4. Aug 2008

Fazit

von Daniel Frick

Ich liebe meinen alten Schaukelstuhl. Er ist nicht mehr der Jüngste und nicht so bequem wie ein moderner Ledersessel. Aber ich fühl mich bei ihm zu Hause. Ganz ähnlich geht es mir bei "Drakensang". Es ist ein tolles Spiel geworden, das wie mein alter Schaukelstuhl ein paar harte Kanten hat. Das mag nicht jeder Fantasyheld. Das hochkomplexe Charaktersystem begeistert, lässt Fans und Spezialisten enorm viel Freiraum - und frustriert Anfänger. Die Welt ist enorm detailverliebt und lädt zum Entdecken und Verweilen ein, aber die teilweise langen Wege und kleineren Mängel beim Bedienkomfort lassen den Adrenalinpegel des Abenteurers schon mal in den Keller sacken. Wer kein absoluter Rollenspiel-Anfänger ist und zudem mit der eher konservativen Spielmechanik leben kann, bekommt mit "Das Schwarze Auge - Drakensang" aber ein sehr gutes Rollenspiel aus Deutschen Landen, das etwas Zeit braucht, seinen Charme zu entfalten. Wer "Baldur's Gate" und "Neverwinter Nights" mochte, wird auch "Drakensang" mögen.

spieletipps meint: Urdeutsches Rollenspiel, das sich an Klassikern wie "Baldur's Gate" orientiert, aber auch viel eigenen Charme entwickelt.
82

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