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SNK vs. Capcom: SVC Chaos (Playstation 2)

Artikel veröffentlicht am 12.05.2005

Bereits zum dritten Mal werden die Kämpfer von SNK und Capcom in einer Sammlung verewigt. Doch diesmal ist alles anders. Nachdem Capcom sich für die ersten beiden Episoden verantwortlich zeigte, hat diesmal SNK das Ruder bei der Entwicklung übernommen. Ob dieser Wechsel dem dritten Megatreff gut getan hat? Klar ist nur eines: Der Kampf der Erzrivalen geht weiter! Von Florian Funk

SNK vs. Capcom: 3rd Strike

Haltet ihr die R-1 Taste gedrückt, erscheinen einige Bonus-Kämpfer.

Wie schon eingangs erwähnt zeichnete sich diesmal SNK Playmore und nicht Capcom für die Competition der Megakämpfer aus beiden Lagern verantwortlich. Wie gewohnt stehen euch anfangs bereits alle verfügbaren Spielmodi zur Auswahl. Ihr wählt also entweder den Arcademode, Versusmode, Practice oder versucht euch am Survival Mode. Im Arcademode tretet ihr nacheinander gegen die verschiedensten Charaktere der Häuser SNK und Capcom an, um im Finale schließlich den beiden Oberschurken Shin Akuma und Mr. Karate gegenüberzutreten. Bis dahin ist es jedoch ein langer Weg, denn der Schwierigkeitsgrad ist SNK typisch recht happig ausgefallen. Immerhin habt ihr eine großzügige Auswahl an Kämpfern. Jeweils 12 Kämpfer aus beiden Lagern stehen von Begin an zur Auswahl. Mittels der R-1 Taste vergrößert ihr die Kämpferschar im Selectscreen zudem um jeweils fünf weitere Haudegen für jedes Lager. Dazu zählen alte Bekannte, wie Geese Howard, Dan oder Dimitri. Neue Gesichter gibt es jedoch ebenfalls zu vermelden. Megaman Zero feiert ebenso wie Violent Ken oder das 'Metal Slug' Marsmännchen sein Debut. Die beiden Bonus-Endgegner hingegen müssen erst (mühsam) freigespielt werden.

Alles drin, alles dran?

Geschmacksache oder Zickenalarm? Mai spottet über Chun Li´s Beine.

Bei der Steuerung hat sich wenig verändert. Bekannte und altgediente Moves vollführen Profis der Serien nach wie vor im Schlaf, und schicken ihre CPU Gegner auch mal mit einer Supercombo in das Reich der Träume. Leider bietet die Steuerung insgesamt weniger Abwechslung als beispielsweise "Capcom vs. SNK 2", denn die beliebten Grooves wurden ebenso gestrichen wie die Teamfights. Als Ausgleich dafür hat SNK jedoch alle Capcom Recken von Grund auf neu gezeichnet, und nicht wie Capcom zuletzt einfach nur 1:1 importiert (was in "CFJ" für einige sehr stark verpixelte Charaktere gesorgt hatte). Die neuen und die alten Hasen der Kämpfertruppe begeistern durch dieses optische Lifting mit flüssigen Animationen. Dies entschädigt dann auch für die etwas tristen Hintergrundgrafiken. Stimmungsvoll präsentieren sich einige Arenen ja allemal, aber an die animierten Stages der Vorgänger kommen diese keinesfalls heran. Immerhin gibt es viele, teils sehr witzige Dialoge zwischen den Kämpfern. Umso ärgerlicher, dass diese nicht eingedeutscht wurden und für meinen Geschmack auch etwas zu schnell über den Bildschirm flimmern, sodass man mit dem Lesen, aufgrund des hohen Tempos, meist nicht hinterherkommt.

Aller guten Dinge sind drei?

SNK´s Nachbearbeitung der Figuren hat selbigen sichtlich gut getan.

Drei Spiele, drei Hits? Auch der dritte Treff der Retro-Allstars hat seinen Reiz. So ganz zum Hitstatus reichte es leider nicht. Weitere Kritikpunkte finden sich in der Balance zwischen den einzelnen Haudegen, bei denen es teilweise recht herbe Unterschiede zu beklagen gibt. Mehr Freispielbares und zusätzliche Spielmodi hätten dem Spiel sicher gut getan. "Guilty Gear X" beweist, dass eine Vielzahl motivierender Spielmodi in einem klassischen Prügelspiel an der richtigen Adresse sein kann. Den knüppelharten Schwierigkeitsgrad haben die SNK Jungs bravourös ausgeglichen. Verliert ihr einen Schlagabtausch so könnt ihr nach dem obligatorischen Continue auf Knopfdruck den Schwierigkeitsgrad senken, Regeneration aktivieren oder die Energieleiste des Kontrahenten auf 1/3 reduzieren. Praktisch für Neueinsteiger in diesem Genre, denn spätestens bei den Obermotzen ist Schluss mit lustig. Leider fehlt auch ein Onlinemodus bei der PS2, über den sich Xbox Besitzer freuen. Playstation2 Padakrobaten schauen dagegen in die Röhre und toben sich mit Freunden im Versusmode aus. Langfristig gibt es nicht viel zu entdecken, außer eben den besagten Bonusrecken und einer umfangreichen Artwork Gallerie.

Fazit

Florian Funk von Florian Funk

Wer immer noch mit "Guilty Gear X2" oder diversen "King of Fighters" Episoden beschäftigt ist kann sich "SVC Chaos" eigentlich schenken. Ein spaßiges 2D Beat'em Up mag der dritte Treff der Erzrivalen "SNK" und "Capcom" durchaus sein, doch technisch und spielerisch wäre da noch einiges mehr drin gewesen. Der motivierende Onlinemodus der Xbox Version fehlt hier ebenso wie eine 100% zeitgemäße Optik. Die hohe Kämpferzahl, freispielbare Boni und das flotte Gameplay entschädigen da nur bedingt, fesseln Prügelspiel-Experten aber einige Stunden ans Pad. Schade, dass hier nicht das Maximum aus der großartigen Spielidee herausgekitzelt wurde. Das hat "SNK" schon wesentlich besser hinbekommen. Insgesamt wird das Endprodukt meinen (hohen) Erwartungen leider nicht ganz gerecht. Liebhaber der Serie können bedenkenlos zugreifen, zumal der Preis wirklich angemessen ist und Kultfiguren wie z.B. Megaman Zero hier ihr Prügelspiel Debut feiern.

spieletipps meint:
76

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