Test Dream Pinball 3D

von Daniel Frick (12. August 2008)

Die Kugel blitzt im Licht der blinkenden Leuchtelemente. Laut und dynamisch erklingt eine elektronische Melodie. Ruhig liegt der Silberball da. Plötzlich erhält er wie von magischer Hand einen kräftigen Stoss und schiesst den Tisch hinauf. Das Spiel ist eröffnet: In wenigen Tagen erscheint die Konsolenportierung des überaus erfolgreichen Flipperspiels "Dream Pinball 3D" für den Nintendo DS.

Klassische Tischthemen: Hier der "Monster"-TischKlassische Tischthemen: Hier der "Monster"-Tisch

Nur ein Bildschirm genutzt

Die Anfang 2007 erschienene gleichnamige Flippersimulation für den PC war von zahlreichen Spielemagazinen mit Preisen ausgezeichnet worden. Nach langer Ankündigung wurde das offensichtliche Erfolgskonzept auf Nintendos tragbare Konsole übertragen. Die glänzt bekannterweise mit Doppelbildschirm inklusive Touchscreen als Erkennungszeichen. Zahlreiche Spiele konnten die Steuerung mit dem Touchscreen erfolgreich in ihr Spielprinzip mit einbinden. Wo etliche dieser Versuche auch als misslungen bezeichnet werden müssen, setzt sich TopWare Entertainment keinem Risiko aus. Der Stylus ist zur Nutzlosigkeit verdammt, selbst der vorhandene Doppelbildschirm ist eigentlich arbeitslos: Der eigentliche Flippertisch wird nur auf einem Bildschirm dargestellt, wahlweise dem Touchscreen oder dem Anzeigebildschirm. Der andere wird lediglich für Punktestand, verbleibende Bälle und Anzeigen für erreichte Boni benutzt.

Der "Aquatic" Tisch überzeugt mit leuchtenden FarbenDer "Aquatic" Tisch überzeugt mit leuchtenden Farben

Bescheidenheit so weit das Auge reicht

Enttäuschend auch die Kameraansichten der Tische: Sieben verschiedene Variationen sind möglich, wovon mindestens drei aufgrund zu geringer oder zu grosser Übersicht nicht für das Spiel taugen. Die Auswahl von sechs unterschiedlichen Flippertischen ist ebenfalls leider nur Mittelmass. Andere Flipperspiele bieten für den virtuellen Spielhallengang deutlich mehr Umfang bei der Tischanzahl, zum Beispiel die "Gottlieb Pinball Classics", die jedoch leider nur auf der PSP erschienen sind. Abgesehen von der Tatsache, dass sich etliche der Tische in ihrem Aufbau sehr ähnlich sind, kommt auch bei den möglichen Spielmodi keine rechte Freude auf. Multiplayerspiele für bis zu 4 Spieler sind möglich. Keine Trainingsrunden, lediglich die Möglichkeit, bestimmte Tischziele in einer bestimmten Zeit zu erreichen bietet einen kleinen Bonus.

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