Test Dracula 3: Der Pfad des Drachens

von Frank Hinken (17. August 2008)

Dracula ist eine gern genommene Grundlage für viele Filme und Computerspiele. Auch Microids neuestes Grafikadventure bedient sich diesem Szenario. Allerdings hat die Geschichte dieses Mal einen etwas ungewöhnlichen Helden: einen Priester, der im Auftrag des Vatikan handelt.

Schöne, aber praktisch unbewegte und starre Schauplätze.Schöne, aber praktisch unbewegte und starre Schauplätze.

Es gibt keine Vampire. Oder doch?

Mitte 1920 geht bei der katholischen Kirche eine Meldung ein, dass es in Vladovice, einem kleinen Ort in Ungarn, eine Frau gegeben hat, die Wunder vollbracht haben soll. Die Kirche schickt daraufhin einen Priester, Vater Arno Moriani, in das Dorf, um eine mögliche Seligsprechung zu untersuchen. Ihr seid dieser junge Abgesandte, und ihr stellt bei euren Untersuchungen sehr schnell fest, dass es sich bei den Phänomenen keinesfalls um eine göttliche Gunst handelt. Vielmehr treibt eine teuflische Macht ihr Unwesen. In der alten Schlossruine, die sich hoch über dem Dorf befindet, soll sich Graf Dracula, der älteste aller Vampire, befinden. Als ihr das der katholischen Kirche meldet, bekommt ihr einen neuen Auftrag. Ihr sollt herausfinden, was am Mythos Dracula dran ist, und ein für alle mal klären, ob es Vampire gibt oder nicht.

Schier endlose, seitenlange Dialoge kehren immer wieder.Schier endlose, seitenlange Dialoge kehren immer wieder.

Wissen ist Macht!

"Dracula 3" ist ein klassisches Grafikadventure im Stil der Myst-Serie. Das bedeutet, dass ihr euch in vorgerenderten Bereichen bewegt. Ihr könnt euch lediglich an eurer momentanen Position frei drehen und überall hinblicken. Durch Klicken in eine bestimmte Richtung verlasst ihr den jetzigen Standort und landet nach einem kurzen Überblendeffekt direkt im nächsten Bild. Bewegungsanimationen gibt es dabei nicht. Wenn ihr mit der Maus den Bildschirm absucht, verändert sich der Pfeil entsprechend der möglichen Aktionen, die ausgeführt werden können. Die Qualität der Rätsel reicht dabei von einfach bis sehr langatmig, aber niemals schwer. Den größten Teil der Zeit verbringt ihr eh damit, seitenlange Dialoge zu führen. Die daraus gewonnenen Informationen werden automatisch in einem Tagebuch festgehalten und können dort immer wieder nachgelesen werden.

Meinung von Frank Hinken

"Dracula 3" versinkt in meinen Augen im großen Einheitsbrei. Der Myst-Stil ist für Adventures längst überholt, Grafik und Sound sind nur durchschnittlich und die Rätsel langweilen eher, als dass sie fordern. Den größten Teil der Zeit war ich damit beschäftigt, epische Dialoge zu führen. Dabei habe ich so viel Hintergrundwissen vermittelt bekommen, dass mir der Kopf raucht. Die wichtigen Dinge gehen dabei schnell unter. Alles in allem ist "Dracula 3 - der Pfad des Drachen" wohl nur etwas für sehr hartnäckige Fans der Dracula-Story.

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