Test
Geheimakte 2
Was für Mulder und Scully ihre X-Files, sind für Nina und Max ihre Geheimakten. Nach dem bravourösen "Geheimakte: Tunguska" erscheint nun der zweite Teil der Adventurereihe und bietet erneut spannende Rätselkost aus deutschen Landen. Erwartet uns mit "Geheimakte 2: Puritas Cordis" vielleicht sogar das beste Adventure des Jahres? Von Jan Höllger
Auf Meteoriteneinschlag folgt eine Sekte
Mit der Tunguska-Katastrophe hat Teil 2 nichts mehr zu tun, die war ja bereits am Ende des Erstlings zumindest im Spiel aufgeklärt worden. Doch Katastrophen sind für "Geheimakte 2" ein gutes Stichwort, denn überall auf der Welt mehren sich verheerende Naturkatastrophen. Die mysteriöse Sekte Puritas Cordis, deren Untertitel das Spiel trägt, deutet diese Unglücke als Vorboten der nahen Apokalypse und verbreitet mit schlimmen Prophezeiungen, die sich zu erfüllen scheinen, Angst und Schecken unter den Menschen. Die beiden Helden Nina Kalenkow und ihr Ex-Freund Max Gruber geraten allerdings eher zufällig in die Hände der Sekte und könnten die beiden einzigen Menschen sein, die den nahenden Weltuntergang zu verhindern mögen.
Geteilte Herzen - gleiches Ziel
Ihr seht, die Grundlage für ein spannendes Abenteuer ist in "Geheimakte 2" auf jeden Fall wieder gelegt, auch wenn die Story zu Beginn etwas schwerfällig in Fahrt kommt und nicht ganz die Klasse des Tunguska-Abenteuers erreicht. Los geht es in einem kleinen Prolog, in dem ihr einen Priester spielt, der einen geheimnisvollen Brief vor seinen Verfolgern verstecken möchte. Eben diesen Brief erhält Nina kurze Zeit später, als sie gerade an Bord eines Kreuzfahrtschiffes gehen möchte. Schon an Bord passieren viele eigenartige Sachen, schließlich beendet eine Monsterwelle die aufregende Bootsfahrt, ohne schon zu viel zu verraten. Ninas Freund Max - der Trennungsschmerz wiegt noch schwer - ist derweil in Indonesien unterwegs, wo er ebenfalls auf Anhänger der Sekte trifft. In vielen erstklassig vertonten Zwischensequenzen und Dialogen wird euch die Handlung näher gebracht, ohne dass die Gespräche zu ausufernd werden. Im Gegensatz zum Vorgänger zünden die Wortspiele sogar etwas besser.
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