GC 2008 Live - Seite 2

(Special)

Sieben ist in vielen Kulturen eine bedeutsame Zahl. Umso besser, dass Europas größte Spielemesse auch in ihrem siebten Jahr in Leipzig jeglichen selbst aufgestellten Rekord der Vorjahre bricht. Doch alle nüchternen Zahlen und Fakten vermögen nicht das unbeschreibliche Gefühl zu vermitteln, das man inmitten von etlichen Gleichgesinnten hat. Doch ist im Eldorado der Spielebranche auch wirklich alles Gold was glänzt?

Es rockt unter der Haube

Wer weder auf rockige Töne noch verchromte Felgen steht, konnte sich auf der diesjährigen GC durchaus unwohl fühlen, denn davor gab es kein Entkommen. Nahezu jeder Publisher hatte ein Musik- oder Rennspiel in petto. Besonders bei den Musikspielen wirkte es manchmal wie ein Kleinkrieg der Plattenindustrie, wenn sich die Besucher mit Sonys "Singstar" und dem neuen Konkurrenten, Microsofts "Lisp" gegenseitig zum Gröhlen anspornten.

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Games Convention:

Der einzige Puffer war der vierte Teil der "Guitar Hero"-Serie von Activision, der auf der Bühne zwischen Microsoft und Sony zum Abrocken einlud. Zusätzlich kamen die inzwischen beliebten Gitarren-Controller bei den Wettbewerben vieler anderer Stände zum Einsatz. Wer schlecht im Musizieren ist, konnte zu den unzähligen Klängen der Halle aber auch das Tanzbein schwingen, denn die Tanzspiele überfluten ebenfalls den Markt.

Die Rennspiele verhielten sich da weniger aggressiv. Allerdings wusste man ohne entsprechendes Banner manchmal nicht, wie das laufende Spiel eigentlich heißt. Denn inzwischen sehen alle Rennspiele fast wie Fernsehübertragungen aktueller Rennen aus und unterscheiden sich höchstens ein wenig in Interface und Fahrverhalten. Um Letzteres gebührend testen zu können, wurde tief in die Hardwarekiste gegriffen. Hochwertige Lenkräder und bequeme Recaro-Sitze vermittelten das ultimative Rennerlebnis. Andere Racer durften sogar direkt in einem getuneten Straßenkreuzer angespielt werden.

Electronic Arts in Serie

Wie könnte man ihn übersehen, den EA-Stand? Die komplett in blau-weiß strahlende "Muschel", wie der Stand wegen seiner Form liebevoll genannt wird, beherrschte auch dieses Jahr die "Skyline" von Halle 3. Etliche grüne Diamanten an der Decke gaben auch schon einen Hinweis, was EA vor hat: Die eierlegende Wollmilchsau "Sims" weiter ausschlachten. Neben Trailern zur neuen Generation "Die Sims 3" überrollte die Leinwand den Spieler mit unzähligen Spin-Offs (unter anderem "My Sims" und "My Sims Kingdom").

Mit "Need for Speed: Undercover" soll darüber hinaus die angeschlagene Erfolgsserie wieder aus dem Drehzahltief geholt werden. Als musikalischen Beitrag liefert EA den Nachfolger des Wii-Spiels "Boogie". Das grafisch aufgepeppte "Boogie Superstar" sorgt ganz nebenbei für die in Trend gekommene Bewegung beim Spielen.

Was sich allerdings auch nach zig Umrundungen gut zu verstecken wusste war das "Best of GC - Category PC". Obwohl es überall angeprießen wurde, gab es keine Anspielmöglichkeiten für die bald erscheinende Evolutionssimulation "Spore". Schade!

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Leipzig von seiner schönsten Seite:

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