Test Stalker: Clear Sky

von Philipp Schneider (11. September 2008)

Das ging ja flott. Nachdem die russischen Entwickler von GSC Gameworld mit "Stalker: Shadow of Chernobyl" scheinbar ewig beschäftigt waren, ist nicht mal eineinhalb Jahre später der nächste Teil bereits fertig. Zwar ist "Stalker: Clear Sky" keine echte Fortsetzung, sondern eher ein allein lauffähiges Addon, erzähl dafür aber als Prolog die Vorgeschichte des viel diskutierten ersten Ausflugs in die verseuchte Zone.

Das Interface wirkt immer noch reichlich veraltet.Das Interface wirkt immer noch reichlich veraltet.

Der Gau, der die Welt in Aufruhr versetzte

Die geheimnisvolle Zone rund um das ehemalige russische Kernkraftwerk Tschernobyl, wo sich am 26.4.1986 der Super-Gau mit dem Austritt von radioaktivem Material ereignete, dient in "Clear Sky" abermals als Schauplatz und hat von seiner Einzigartigkeit nichts verloren. Verstrahlte Kreaturen trachten euch nach dem Leben und überall warten kleine gefährliche Bereiche mit intensiver Strahlung auf euch.

Die Geschichte ist im Jahre 2011 angesiedelt, also gut ein Jahr vor den Ereignissen in "Shadow of Chernobyl". Als sich eine Gruppe von Stalkern zum ersten Mal in die verseuchte Zone vorwagt, kommt es zu einer großen Emission, die ganze Landstriche verändert. In die Rolle des einzigen Stalker, der diese Emission überlebt, schlüpft ihr, als er ohne Erinnerung im Lager der Stalkerfraktion Clear Sky erwacht.

Zeit für ein Schwätzchen am Lagerfeuer bleibt kaum.Zeit für ein Schwätzchen am Lagerfeuer bleibt kaum.

Das große Warten

Fortan spielt sich der Prolog im Grunde wie das Original aus dem Frühjahr 2007. Als Stalker durchwandert ihr die verseuchten Gebiete, die immer noch durch lange Ladezeiten voneinander getrennt sind und keine homogene Spielwelt ergeben. Dafür sind die einzelnen Landstriche an sich toll entworfen, seien es nun Sümpfe oder eine verlassene Stadt. Überall herrscht reges Treiben, denn verfeindete Gruppierungen liefern sich erbitterte Kämpfe, und ihr seid mittendrin. Dabei könnt ihr aber durchaus für mehrere Fraktionen aktiv sein, das inzwischen übersichtlichere PDA zeigt euch, wie angesehen ihr bei den Gruppen seid.

Neben den Hauptaufträgen, die ihr erledigen müsst, erhaltet ihr laufend weitere Aufgaben, die oft nur eine kurze Zeitspanne bereit stehen. Da sollt ihr dann beispielsweise einen Bauernhof mit Unterstützung einiger Kameraden einnehmen und halten oder eine Brücke frei räumen. Viele dieser Quests wirken etwas zufallsbasiert (und damit langweilig) sowie verbuggt. Am besagten Bauernhof hat unser Held nämlich alle feindlichen Schurken im Alleingang besiegt (nach vielen Versuchen freilich), doch von den Kameraden war nichts zu sehen und folglich wurde die Mission auch nicht als absolviert markiert. Erst satte 30 Minuten später ließen sich dann auch die anderen Stalker endlich sehen. Derartige Skriptbugs tauchen leider immer wieder auf.

Weiter mit: Test Stalker - Clear Sky - Seite 2

Kommentare anzeigen

Beyond Good & Evil 2: Wie Ubisoft mich dazu brachte, drei Mal Rayman Origins zu kaufen

Beyond Good & Evil 2: Wie Ubisoft mich dazu brachte, drei Mal Rayman Origins zu kaufen

Der Zusammenhang zwischen dem Verkaufserfolg eines Spiels und dessen Fortsetzung ist in der Spielebranche wohl bekannt, (...) mehr

Weitere Artikel

Super Nintendo Classic Mini angekündigt

Super Nintendo Classic Mini angekündigt

Nintendo gab soeben überraschend bekannt, dass der Super Nintendo in der Classic Mini Edition am 29.09.17 in den U (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Stalker - Clear Sky (Übersicht)