Test Spore

von Jan Höllger (06. September 2008)

Beziehungsstress oder Streitereien unter Nachbarn bei den "Sims" sind banal im Vergleich zu dem, was euch in Will Wrights (Schöpfer von "The Sims") neuem Spiel erwartet. In "Spore" spielt ihr die gesamte Evolutionsgeschichte nach, angefangen von einer Amöbe bis hin zu einer weit entwickelte Zivilisation. Alles komprimiert in fünf Phasen der Evolution. Ein Geniestreich? Mit Sicherheit, aber kann "Spore" auch als Spiel überzeugen?

Was schwimmt denn da in der Ursuppe?Was schwimmt denn da in der Ursuppe?

Am Anfang war die Suppe

Anhänger der Schöpfungsgeschichte sollten lieber beide Augen zudrücken, bei "Spore" beginnt alles in der Ursuppe. Kleinstlebewesen und Amöben schwimmen hier im Pool des Lebens und konkurrieren bereits darum, welche Spezies auch später das Sagen hat. Fressen und Gefressen werden, um viel mehr geht es in dieser ersten Phase im Spiel nicht. Ihr steuert mit der Maus die Amöbe durch die Ursuppe und sammelt je nach Ernährungstyp Pflanzenreste ein oder jagt andere Lebewesen. Wer eifrig frisst, wächst auch schnell und mit der Größe erhält eure Amöbe auch weitere Fähigkeiten in Form von DNA-Strängen. Habt ihr genug gesammelt, ruft ihr eine gleichartige Amöbe zwecks Fortpflanzung herbei.

Der Editor liefert euch bereits viele fertige Kreaturen mit.Der Editor liefert euch bereits viele fertige Kreaturen mit.

Bastelstunde am Pool des Lebens

Mit Blumen und Bienen hat die Fortpflanzung im Amöbenstadium aber wenig zu tun, vielmehr öffnet sich erstmals im Spiel für euch der sagenhafte Editor von "Spore". Dieser ist das eigentliche Herzstück des Titels. Denn im Editor dürft ihr das Aussehen eurer Amöbe ganz individuell anpassen. Stattet ihr das Tierchen mit einem dritten Auge am Hinterteil aus, baut ihr einen Rüssel am Kopf an oder sorgt ihr mit Lamellen an den Seiten lieber für eine höhere Beweglichkeit? Schon in dieser Phase des Editors sind euch kaum Grenzen gesetzt, so richtig nimmt das Basteln seiner eigenen Kreatur aber erst in der zweiten Phase der Evolution, der so genannten Kreaturenphase, an Fahrt auf. Nun betritt eure Kreatur erstmals das Festland und benötigt zwangsläufig Beine und weitere Gliedmaßen. Die Entwickler haben euch hierfür zahlreiche Vorlagen bereits mitgeliefert, die ihr aber in Dicke, Breite oder Farbe alle individuell anpassen dürft. Um eine Ahnung zu bekommen, wie viele Kombinationen möglich sind und was für witzige Kreaturen am Ende entstehen, schaut euch einfach mal einige Screenshots zum Spiel an. Fehlt es euch beim Basteln an eigenen Ideen und wollt einfach weiterspielen, wählt ihr eine der von den Entwickler vordesignten Lebewesen aus.

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