Test Conquest Frontier Wars

von Gerd Schüle (21. Dezember 2001)

Der Handlungsort der meisten Echtzeit-Strategiespiele ist die Oberfläche irgend eines Planeten. Das ist nicht so bei dem vor kurzem erschienenen "Conquest Forontier Wars." In diesem Spiel bekämpfen sich die drei Rassen in dem ehemals friedlichen Weltraumquadranten Terz. Wie spannend die Weltraumschlachten sind, erfahrt ihr in unserem Test.

SchlachtengetümmelSchlachtengetümmel

In den unendlichen Weiten des Weltraums

Als die Menschen versuchen, die Planeten des Weltraumquadranten Terz zu besiedeln, werden sie dabei brutal von den Mantis, eine Art intelligenter Riesenkäfer, und den Computerkreaturen namens Celareon gestört. In "Conquest Forontier Wars" geht es darum, als Befehlshaber die menschlichen Kolonien zu schützen und die außerirdischen Fieslinge zu beseitigen. Dazu errichtet man zuerst einmal in gewohnter Echtzeit-Manier einen eigenen Stützpunkt, sammelt Rohstoffe und baut sich eine schlagkräftige Armee auf, um dem klug agierenden Feind in sehr spannenden Schlachten schlagkräftig entgegentreten zu können. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall strategisch interessant, ist die Aufteilung des Spielfelds in verschiedene Sonnensysteme, die durch Wurmlöcher miteinander verknüpft werden. Da die Schlachten öfter in mehreren Sektoren gleichzeitig stattfinden, ist man dazu gezwungen hin und her zu wechseln oder einen Teil seiner Flotte einem selbstständig agierenden Admiral zu übergeben.

Eine gut ausgebaute BasisEine gut ausgebaute Basis

Die technische Seite

Die 2D-Grafik des Spiels ist leider recht altbacken und sieht auch entsprechend aus. Der zweidimensionale Weltraum bietet trotz Asteroiden- und Nebelfeldern wenig Abwechslung und sieht deshalb ziemlich trist aus. Aber wenigstens die verschiedenen Einheiten sind einigermaßen akzeptabel gestaltet worden. Der Sound des Spiels ist dagegen um einiges besser. Sowohl die Hintergrundmusik als auch die Umgebungsgeräusche sind ordentlich und fügen sich gut ins Spiel ein. Richtig erstklassig ist die einfache und logisch aufgebaute Maussteuerung. In einem in die Kampagne integriertem Tutorial wird man hervorragend in das Spiel eingeführt und hat es schon nach kurzer Zeit gut im Griff. Auf das Lesen des guten Handbuches kann man von daher getrost verzichten.

Meinung von Gerd Schüle

"Conquest Frontier Wars" ist ein grundsolides Echtzeit-Strategiespiel ohne irgendwelche Innovationen. Trotzdem hat das Spiel, dank der spannenden Weltraumschlachten, durchaus seinen Reiz. Besonders die Idee mit den verschiedenen Weltraumsektoren hat mir gut gefallen, führt aber teilweise auch zu extremer Hektik, wenn in mehreren Sektoren gleichzeitig Schlachten im Gange sind und man keinen selbstständig agierenden Admiral zur Hand hat. Die durchaus interessante Story ist leider etwas langatmig geworden, außerdem ist es schade, dass das Spiel nur eine Kampagne anzubieten hat. Die außerirdischen Rassen kann man als Spieler deshalb nur in Einzelgefechten übernehmen. Spielerisch hat "Conquest Frontier Wars" nichts Neues zu bieten. Fans des Genres, die mit der tristen Grafik leben können, machen trotzdem keinen Fehler, wenn sie sich das Spiel zulegen.

71

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