Test Pirates!

von Daniel Frick (28. Dezember 2004)

Es ist schon etliche Jahre her, als ich auf meinem grauen C64 meine ersten Computerspiele gespielt habe. "Pirates!" war zu jener Zeit schon ein Klassiker und ich habe es gespielt. Nächtelang, mit wachsender Begeisterung. Nun haben die Herren von Firaxis das Spiel neu aufgelegt, ein Remake gewisser maßen. Fragt sich, ob der Oldie in neuem Gewand noch überzeugen kann oder ob er auf's Altersteil gehört. Wir haben's für euch herausgefunden.

Eine schnelle Klinge ist wichtig als PiratEine schnelle Klinge ist wichtig als Pirat

Altes Prinzip funktioniert noch immer

Das Spielprinzip ist heute wie damals leicht erklärt. Als junger Mann hat man seine Familie verloren, die von einem bösen Baron entführt wurde. Nun geht es darum, in der Karibik des 17. Jahrhunderts eine Karriere als Freibeuter zu machen. Dabei spielt die lose Handlung, nämlich seine verschollenen Familienmitglieder wiederzufinden und dem bösen Baron den Garaus zu machen, nur eine untergeordnete Rolle. Letztendlich geht es darum, als Pirat im Dienste einer der vier Kolonialmächte ein Vermögen anzuhäufen. Dabei darf man nach Herzenslust alles tun, was einem Piraten Spaß macht: Schiffe kapern, plündern und versenken, Städte erobern und ausplündern, nach Schätzen suchen und sich so zum gefürchtetsten Piraten der Karibik aufschwingen. Man kann auch Handel treiben, wenn einem danach ist. Aber eigentlich heißt das Spiel ja "Pirates!", also warum dann Handeln, wenn man die Kolonialwaren viel billiger den blöden Spaniern abjagen kann und dafür noch eine Beförderung bei den Engländern kriegt, wenn die gerade mit den Spaniern im Krieg liegen ? Und das kommt nicht gerade selten vor.

Auf hoher See gibt´s fette BeuteAuf hoher See gibt´s fette Beute

Technische Umsetzung eher oberes Mittelmaß

Witzig ist, dass wie beim Original viele Elemente des Spiels aus Mini-Spielen bestehen, die es zu bewältigen gibt. Beim Angriff auf See gilt es, geschickt zu manövrieren und den Gegner mit den eigenen, hoffentlich zahlreich vorhandenen Kanonen lahm zu legen. Beim Kapern eines Schiffes muss man sich per Degen mit dem feindlichen Kapitän messen, und will man die Tochter des Gouverneurs heiraten, sollte man sich tunlichst daran gewöhnen, regelmäßig und fehlerfrei das Tanzbein zu schwingen. Diese Dinge waren alle schon im Original-Pirates vorhanden und wurden lediglich in der Optik etwas der Zeit angepasst. Inhaltlich ist es das Pirates von damals, ob das nun gut oder schlecht ist.Womit wir schon bei der technischen Umsetzung wären. Vergleicht man es mit dem über 15 Jahre alten Original, dann kann sich das Remake durchaus sehen lassen. Aber eigentlich sollte sich ein heutiges Spiel an heutigen Spielen messen lassen können. Legt man diese Messlatte an, dann ist Pirates eher mäßig auf der Brust. Die Grafik ist zwar nett, aber nicht umwerfend und der Sound ist noch schlechter. Die Figuren, mit denen man im Spiel spricht, geben nur Nonsense-Gebrabbel von sich, der Text steht dagegen in einem Textfenster. Die Sache hätte man sich dann auch noch sparen können, oder man hätte dem Spiel eben mit wenig Aufwand eine anständige Sprachausgabe verpasst. Ohnehin sind es immer die selben Phrasen, die man loslässt und dies hätte ja nicht viel Aufwand bedeutet, auch wenn das wieder als eigener Kritikpunkt gesehen werden könnte.

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