Test Brothers In Arms Double Time

von Henrik Haumann (17. Oktober 2008)

Zahllose Spiele, Filme, Bücher sind mittlerweile über den zweiten Weltkrieg erschienen. Insofern betrat Brothers in Arms schon 2005 kein storytechnisches Neuland. Nun erscheint das Wii-Paket Brothers in Arms: Double Time, das die beiden ersten Serienteile enthält, nämlich Earned in Blood und Road to Hill 30. Das Remake des ähnlich brutalen (wenn auch weniger realistischen) Resident Evil 4 für Wii begeisterte die Kritiker und heimste hervorragende Wertungen nur so ein. Kann Brothers in Arms das auch?

Die Steuerung mit Remote und Nunchuck ist vorbildlich.Die Steuerung mit Remote und Nunchuck ist vorbildlich.

Portierter Egopointer

Portierungen von Konsolen auf den PC sind schon schwierig genug. Umgekehrt gilt dasselbe. Die Portierung von der "klassischen" Steuerung der Xbox/Playstation 2 auf die neuartige Steuerung der Wii war sicherlich noch schwieriger. Andererseits ist gerade diese Steuerung mit Fernbedienung und Nunchuck für Ego-Shooter sehr geeignet, und das merkt man auch. Schon nach kurzer Zeit werdet ihr euch eingefunden haben und selbst komplexe Aktionen ohne Probleme ausführen können.

Die Bewegungserfassung arbeitet exakt und erlaubt sich kaum Fehler. Höchstens bei allzu hektischen Bewegungen (die in einem Ego-Shooter mit derartiger Steuerung EINDEUTIG keine gute Idee sind) spinnt sie ein wenig. Das Nunchuck, das für "Brothers in Arms" benötigt wird, arbeitet ebenfalls einwandfrei. Kurzum: Die Steuerung ist glatt besser als beim Original!

Man beachte die Pappschachtelbäume im HintergrundMan beachte die Pappschachtelbäume im Hintergrund

"Ich fühl' mich (dr)eckig, Sir!"

Grafisch hat sich "Brothers in Arms" durch seinen Sprung auf die Wii hingegen kaum geändert. Wichtige Details sind zu sehen und auch einige Überleitungen sind hübsch gemacht, die Ingame-Grafik aber ist eindeutig nicht auf dem heutigen Stand. Zwar ist sie durchaus nicht schlecht und dem hektischen, düsteren Flair durchaus angemessen, aber selbst die Wii, sonst nicht bekannt für Grafikfeuerwerke, kann mehr. Vielleicht wurde hier nur ein wenig zu hastig gearbeitet, vielleicht ist es auch einfach nur der mangelnde Ehrgeiz der Designer gewesen, jedenfalls ist die Übertragung der Grafik nicht halb so gut gelungen wie die der Steuerung. Dies wird insbesondere bei kleineren Details deutlich, etwa bei Bäumen oder Gräsern, die stellenweise wie aus Pappe wirken. Dreckiger, schlecht angemalter Pappe noch dazu. Da wäre mehr drin gewesen. Schade eigentlich.

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