Star Wars Battlefront (Xbox)
Artikel veröffentlicht am 01.10.2004
Und wieder einmal versorgt uns Lucas Arts mit einem Star Wars Knaller für Konsole und PC. Spielerisch stark angelehnt an EA's Battlefield, kann Star Wars Battlefront auf der Xbox voll überzeugen. Nach Knights of the old Republic und der Rogue Squadron Serie kommen Anhänger der Krieg der Sterne Saga auch diesen Herbst voll auf ihe Kosten. Denn wieder einmal ist die Macht mit Lucas Arts, und der Spielspaß ebenso! Von Florian Funk
Die Hintergrundgeschichte von Starwars Battlefront umfaßt (mal abgesehn vom dritten Teil) fast den gesamten Storypart zwischen "Die dunkle Bedrohung" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter". Eine wirklich fortlaufende Geschichte wie in den Filmen gibt es nur am Rande. Kein Wunder auch, denn in Star Wars Battlefront's Schauplätze sind ausschließlich auf den markanten Schlachtfeldern der Saga angesiedelt. Dazu zählen auch recht bekannte Einsätze wie die Schlacht um Hoth, der Angriff der Droiden auf Naboo oder auch die Klonkriege. Bekannte Gesichter ala Count Doku, Luke Skywalker oder gar Darth Vader bekommt ihr ebenfalls zu Gesicht. Allerdings nicht als spielbare Charaktere, sondern nur als Nebendarsteller im Kampfgeschehen. Als Spieler übernimmt man jeweils eine von zwei anwählbaren Parteien. Dazu zählen die Droiden der Handesförderation, die Klonkrieger, Wookies, imperiale Sturmtruppen, Rebellen und sogar die beliebten Ewoks!
Die jeweiligen Rassen bieten zudem verschiedene Soldaten, mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten, was dem Spiel einen ziemlich taktischen Einschlag verleiht. Überhaupt ist Strategie ebenso wichtig wie präzise Finger. Die meisten Einsätze bieten nämlich sehr unterschiedliche Wege zum Ziel. Um eine Runde zu gewinnen gilt es alle feindlichen Truppen auszuschalten. Leichter gesagt als getan, denn auch eure Widersacher können durch flächendeckende Ausrottung eurer Kameraden nämlich das Blatt zu ihren Gunsten wenden. Um die Übermacht auf dem Schlachtfeld zu sichern ist es nötig mehrere Kontroll-Punkte auf den teils rießigen Karten einzunehmen. Wer im Gefecht abgeschossen wird kann direkt nach seinem virtuellen Ableben wieder mit einem neuen Soldaten in die Schlacht ziehen. Ob ihr das Geschehen aus der Egopespektive oder Verfolgerperspektive sehen möchtet ist dabei euch überlassen. Ich persönlich bevorzuge hierbei die "Socom"-Perspektive.
Generell sei aber auch gesagt das Star Wars Battlefront deutlich mehr zu bieten hat als beispielsweise "Socom". Allein die verschiedenen Vehikel sorgen für Abwechslung pur. Neben den Snowspeedern, Speederbikes, X-Wings oder den mächtigen AT-AT's kommen auch alle aus "Der Angriff der Klonkrieger" stammenden Fahrezeuge zum Einsatz. Die Steuerung der etlichen Vehikel läßt sich ebenfalls einwandfrei an eure Bedürfnisse anpassen. In einigen Missionen sind die teils übergroßen Fahrzeuge sogar spielentscheidend. Es genügt also auch nicht sich auf den Part als Infanterie allein zu konzentrieren. Als letzteres habt ihr dafür auch einige Kommandos im Opionsmenü, welche ihr an eure Mitstreiter weiterleiten könnt. Der schon weiter oben erwähnte taktische Spielraum bekommt durch dieses Feature natürlich nochmals einen kräftigen Schub. Die Sprachbefehle lassen sich dabei sowohl auf Knopfdurck, als auch durch Sprachbefehle via Headset ausführen. Online ist das Headset somit aufgrund der Shortcut-Eingabe nicht zuwingend notwendig.
Jetzt möchte ich aber (bevor ich mich Xboxlive verstärkt widme) nochmal auf den Solomodus eingehen. Auch Spieler ohne den Microsoft Network Dienst dürften hier nämlich voll auf ihre Kosten kommen. Insgesamt bietet Star Wars Battlefront nämlich gleich mehrere Kampagnen in denen ihr euch austoben könnt. Dazu zählen der Klonkrieg oder auch der erbitterte Kampf zwischen Rebellen und Imperium. Weitererzählt wird die Geschichte sowohl in einem Briefing, und oftmals auch durch fulminante Zwischensequenzen, welche direkt aus den Filmen stammen. Was ich jedoch nicht so ganz verstehe ist die Lokalisierung. Während ihr im Spiel eure Befehle in Deutsch eingebt und auch das Briefing in Deutsch vorgelesen wird, so wird in den Filmsequenzen hingegen Englisch gesprochen. Also wenn schon Lokalisierung dann doch auch bitte richtig. Dafür entschädigen aber etliche freischaltbare Gallerien und Videos (unter anderem auch ein Trailer zum bald erscheinenden Spiel "Republic Commando"!).
Online sieht es leider ein wenig dürftiger aus. Kaum nennenswerte Live-Features sind vorhanden und flüssiges Spielen ist nur wenigen vorbehalten. In diesem Punkt zahlen wir wohl den Preis für die maximale Spielerzahl, die bei satten 24 Spielern liegt (neuer Live Rekord!). Besitzer von normalen DSL Leitungen ohne Fastpath können als Spiel Eröffner gerade einmal 4 menschliche Mitspieler hosten. Verfügt der Host einer Sitzung über eine schnellere Verbindung so lassen sich immerhin bis zu 10 Spielern realisieren. Die Höchstzahl von 24 erreichen als Host wohl nur die wenigsten Live-Besitzer, ohne einen Dedicated Server zu stellen. Massive Lags und Slowdowns sind leider die Folge, welche auf den meisten Servern zu finden sind. Da sollten sich findige Livespieler besser schnell nach Deutschen Landsleuten mit entsprechender premium DSL Leitung umschauen. Leider bereitet die Kommunikation Online aber durch die nicht vorhandene Lobby doch ziemliche Probleme.
Nervensägen und Teamkiller hingegen lassen sich nur auf recht umständlichen Wegen wieder entfernen. Um einen üblen Zeitgenosse loszuwerden müsst ihr wohl oder übel erstmal ein Voting starten. Schade das die neuen Xboxlive 3.0 Features keinen Weg ins Spiel gefunden haben. Immerhin begrüße ich das Fehlen der Statistiken, die in vergleichbaren Spielen ja des öffteren zu albernem Dropen geführt hat. Herzlich anfreunden mit dem Online Part konnte ich mich leider nicht wirklich. Die Ansprüche an die Modem-Perphormence des Hosts sind einfach zu hoch gesetzt worden um den Multiplayer Massentauglich zu machen. Ohnehin unterscheidet sich der Singleplayer kaum vom Multiplayer, das auch Online ein Grossteil der Streitkräfte aus Bots besteht. Immerhin bieten einige Vehikel wie die Snowspeeder auch massig Möglichkeiten für Teamplay. Das Zufall bringen eines AT-AT's per Fanghaken ist alleine praktisch nicht durchführbar. Positiv sind ebenfalls noch der Soundtrack und die Atmosphäre des ganzen Spiels zu vermerken.
Fazit
von Florian Funk
Wieder mal ein Star Wars Game das es Wert ist gekauft zu werden! Die Mischung aus Socom, Battlefield und Ghost Recon ist überaus gelungen und fesselt sehr intensiv ans Pad, was nicht zuletzt an den gewaltigen Karten und massig Vehikeln liegt. Überhaupt hat Lucas Arts dem Spiel eine sehr filmnahe Atmosphäre verliehen. Auch der Soundtrack trägt sein übriges dazu bei dem Spiel das perfekte Star Wars Flair zu verleihen. Etwas misslungen ist nur der Xboxlive Support. Kaum nennenswerte Features und viele Perphormence Probleme drücken den Spielspaß hier deutlich. Eben jener Multiplayer Part ist auch "Schuld" daran das Star Wars Battlefront die magische 90% Spielspaß Hürde nicht überwinden kann. Schade eigentlich, denn der Rest des Spiels konnte mich wirklich voll und ganz überzeugen. Solospieler mit Liebe zur Krieg der Sterne Reihe machen hier aber ohnehin keinen Fehlkauf.
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