Test Shaun White Snowboarding

von Moritz Hornung (25. November 2008)

Kaum breiten sich draußen die ersten Schneedecken aus, lädt uns Profi-Snowboarder Shaun White auf eine rasante Partie Wintersport ein. Können seine Tricks den Schnee zum Schmelzen bringen oder friert der Spielspaß unterwegs ein?

Die Grafik ist nicht so bunt wie bei der Konkurrenz, aber realitätsnah.Die Grafik ist nicht so bunt wie bei der Konkurrenz, aber realitätsnah.

Der Extremsport schlechthin: Münzen Sammeln

Shaun White ist kein Name, der das Spiel besser verkaufen soll, er steckt auch wirklich im Spiel und führt euch in die Welt des Snowboardens ein. Sein digitales Abbild wirkt durch die deutsche Synchronisation eher unfreiwillig komisch, zum Glück dauert es aber nicht lange, bis ihr in die weiße Wildnis entlassen werdet. Per Hubschrauber oder Sessellift geht es nach oben, bergab könnt ihr dann Tricks üben oder an Events teilnehmen.

Ihr dürft tun und lassen was ihr wollt, nur eine Aufgabe gibt euch Shaun mit auf den Weg, die quasi den roten Faden des Spiels darstellt: Ihr müsst unterwegs überdimensionale Münzen einsammeln. Das ist weder besonders spektakulär noch motivierend. Wenn ihr euch trotzdem die Mühe macht, bringt euch Shaun als Belohnung neue Spezialfähigkeiten bei. Mehr Spaß macht es, in den Events Geld zu sammeln, um ein schnelleres Snowboard zu kaufen.

Ein "Grab" kommt selten allein - denn viel mehr Tricks gibt es nicht.Ein "Grab" kommt selten allein - denn viel mehr Tricks gibt es nicht.

Postkartenreife Schneebetonpisten

Vier große Berge wollen erkundet werden. Die von "Assassin's Creed" bekannte Grafik-Engine zeigt bei der herrlichen Weitsicht ihre Muskeln. Im Stand kann der Anblick der Berglandschaft begeistern. Sobald unser Snowboarder aber an Fahrt gewinnt, verliert die Umgebung an Reiz. Der Schnee wirkt leblos: keine großen Pulverschneewolken, kein bisschen Schnee bleibt an unserer Kleidung hängen ... wer auf echten Pisten unterwegs ist, kennt all das und vermisst es im Spiel.

In Punkto Steuerung verfolgt "Shaun White Snowboarding" den gleichen Ansatz wie das Spiel "Skate": Statt auf Buttons einzudreschen, werden alle Bewegungen durch die Analog-Sticks und -Trigger ausgeführt. Zwischen gutem Ansatz und guter Ausführung herrscht aber ein großer Unterschied - zwar fühlt sich die Steuerung realistischer an als bei "SSX" oder "Amped", doch sie ist wenig intuitiv und selbst nach einiger Eingewöhnung bleibt ein träger und nicht immer nachvollziehbarer Gesamteindruck.

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