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Loco Roco 2: Geschicklichkeits-Spass

Wer der spanischen Sprache mächtig ist, könnte die Loco Rocos, die bunten und singenden Protagonisten des gleichnamigen Geschicklichkeitsspiels, durchaus als "verrückte Rocker" übersetzen. Doch mit Spanien haben die kleinen bunten Schwabbelkugeln so viel zu tun wie Eimersaufen mit spanischer Kultur. Sie sind die Erfindung des japanischen Spieldesigners Tsutomu Kouno. Und der hat sich jetzt bei der Fortsetzung seines bunten Spielprinzips erneut ausgetobt. Von Daniel Frick

22. Nov 2008

Bewährtes Spielprinzip aufgefrischt

Loco Rocos in Aktion.

Für alle, die den Vorgänger nicht schon gespielt haben: Die Loco Rocos sind freundliche, runde Wesen, die nichts lieber tun als zu Singen. Damit vertreiben sie dann sogar die dunklen Wolken der bösen Mojas, die die bunte Loco-Roco-Welt ebenfalls bevölkern. Ziel des Spiels ist es, in den farbenfroh-durchgeknallten Levels orange Beeren zu suchen, aus denen ein neuer Loco Roco schlüpft.

Die bis zu 20 Kugeln können sich je nach Erfordernis zu einer grossen Kugel zusammenfinden oder einzeln durch die Levels hüpfen und im neuen Teil auch Tauchen. Die Besonderheit: Man bewegt sich fort, indem man mit den Schultertasten die 2D-Levels nach Links oder Rechts kippt und so vorwärts hüpft. Aber man rollt auch im Panzer einer Muschel bergab, wird von Chuppas durch die Luft geblasen, von Aufzügen transportiert oder kleinen Robben durchs Wasser gezogen. Das unveränderte Grundprinzip des Hin- und Herkippens ist wie schon im Vorgänger simpel, gibt aber beim äußert kreativen Leveldesign unglaublich viel her.

Ein dickes Lob für das Leveldesign

In der Fortsetzung geht's auch ins Wasser.

Beim Ausdenken der Level haben sich Kouno und seine Mitarbeiter wirklich selbst übertroffen. So überwinden wir im Dschungelabschnitt tiefe Gräben an Lianen, die wir durch Hin- und Herkippen der Spielwelt zum Schwingen bringen. In den Eislevels schubsen wir riesige Pinguine aus dem Weg, in einem Szenario bahnen wir uns unseren Weg gar IN einem Pinguin: Wenn wir ihn durch die Aktionen im Inneren zum Umfallen gebracht haben, dreht sich auch innen der gesamte Level auf den Kopf.

In den 25 Levels begegnet einem aber noch viel mehr. Neben den Beeren sind wir auch ständig auf der Suche nach Musiknoten, mit denen man im Laufe des Spiels neue Instrumente und Sänger frei schaltet. Die machen die "Gesangsduelle" noch putziger, abwechslungsreicher und auch lauter. Immer wieder gilt es nämlich, Moja-Wolken durch Gesang im richtigen Rhythmus zu vertreiben - die anscheinend artverwandten Patapons lassen grüßen.

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