Test Endwar: Hexfeld-Schach auf dem NDS

von Gerd Schüle (19. November 2008)

Während ältere Hardcore-Strategen sich voller Nostalgie an die Spiele der "Panzer General"-Serie oder die großartige "Battle Isle"-Reihe erinnern, kennen jüngere Spieler diese ehemaligen Strategieperlen gar nicht. Auf dem NDS erlebt die Hexfeldschieberei nun mit "Tom Clancy's Endwar" eine Wiedergeburt.

Auf Hexfeldern verschiebt ihr eure Einheiten.Auf Hexfeldern verschiebt ihr eure Einheiten.

Hexfeld-Schach

Nicht umsonst redeten schon damals die Strategiefans bei rundenbasierten Hexfeldspielen von digitalisiertem Schach. Es geht darum, wie beim König der Brettspiele, Einheiten auf dem Schlachtfeld so zu verschieben, dass der Gegner besiegt werden kann. Dabei hat jede Einheit ihre Stärken und Schwächen, die der Spieler genau kennen sollte. Im Gegensatz zum Schachbrett gibt es bei diesen Spielen verschiedene Bretter, die hier Karten heißen, mit strategischen Schlüsselstellen.

Wer diese kontrolliert, ist dem Sieg sehr nahe. Wie beim Schach verschiebt ihr Runde für Runde eure Einheiten. Sobald ihr fertig seid, ist der Gegner dran. Dieses einfache Spielprinzip ist die Grundlage der "Panzer General"- und "Battle Isle"-Serie. Im Grunde wurde dieser simple Spielablauf unverändert bei "Tom Clancy's Endwar" übernommen.

Über die Stärken und Schwächen eurer Einheiten könnt ihr euch hier informieren.Über die Stärken und Schwächen eurer Einheiten könnt ihr euch hier informieren.

Beschränkung auf das Nötigste

Wer erwartet, dass die Entwickler das betagte Rundenprinzip durch raffinierte Spielabläufe oder neue Ideen zeitgemäß erweitert haben, wird enttäuscht. Das Gegenteil ist der Fall, bei "Endwar" wurde alles auf das Nötigste beschränkt. Jede Fraktion hat die gleichen 22 Truppentypen, die sich nur farblich von der Gegenpartei unterscheiden. Nach wenigen Gefechten habt ihr schon alle Truppenarten kennen gelernt. Spielerisch bestehen die drei Kampagnen nur aus dem Verschieben eurer Truppen unter optimaler Ausnutzung der Vorteile des Schlachtfeldes. Lediglich das Klemmen oder Einkreisen sorgt für etwas taktischen Tiefgang.

Der Gefechtsverlauf wird euch auf dem oberen Bildschirm gezeigt.Der Gefechtsverlauf wird euch auf dem oberen Bildschirm gezeigt.

Verklemmte Soldaten

Wenn ihr eine gegnerische Einheit zwischen zwei eurer eigenen einklemmt oder mehrere Gegner einkreist, steigt die Angriffsstärke eurer Truppen. Diese Stärke dieser Taktik ist gleichzeitig eure größte Schwäche, denn der Gegner beherrscht diese Vorgehensweise gekonnt. Ansonsten beschränkt sich die taktische Stärke des Spiels auf den geschickten Einsatz eurer Einheiten und das richtige Verschieben der Truppen. Die KI des Spiels fordert euch schon im einfachsten Schwierigkeitsgrad. Wenigstens unterlaufen auch ihr immer wieder mal unverständliche Schnitzer, was den Frustfaktor etwas herabsenkt.

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