Test Liebloser Battlefront-Abklatsch in Mittelerde

von Daniel Frick (20. Januar 2009)

Wenn in Spielen Jedis die Macht manipulieren und sich Orcs und Elfen in Schlachten tümmeln, ist das schon für viele ein Kaufargument. Doch nicht überall wo "Star Wars" oder "Der Herr der Ringe" drauf steht, ist auch ein gutes Spiel drin. Aktuell haben sich die Macher von "Star Wars: Battlefront" die renommierte Mittelerde-Lizenz vorgenommen. Der PC-Test legt den Schwerpunkt auf den Multiplayer-Teil. Mehr Infos zum Singleplayer-Modus gibt es in unserem Xbox-Test.

In den Minen von Moria tretet ihr dem Balrog entgegen.In den Minen von Moria tretet ihr dem Balrog entgegen.

Zwei Mini-Kampagnen ohne Herzblut

Als Vorlage für die beiden Kampagnen, die das Spiel bietet, dienen bekannte Schlachten aus den Filmen. Die haben bekannterweise einen Regen aus Oscars eingeheimst und Kassenrekorde aufgestellt. Kein Wunder - Regisseur Jackson hat Jahre seines Lebens und jede Menge Herzblut in die Umsetzung des lange Zeit als nicht verfilmbar geltendes Fantasy-Epos gesteckt. "Die Eroberung" bedient sich schamlos an allen Ecken und Enden bei Jackson. Schamlos deshalb, weil zwar die Vorlagen der Filme ganz gut getroffen sind, aber die Entwickler keine Innovationskraft aufwendeten, um aus der tollen Vorlage ein eigenes Spiel-Erlebnis zu entwickeln.

Stattdessen hat Pandemic zusammenhanglos einzelne Schlachten aus den Filmen nachgestellt, die sich lieblos aneinander reihen. Warum nicht eine zusammenhängende Geschichte erzählen, aus einer alternativen Perspektive? So aber spielt ihr in drei Schwierigkeitsgraden zuerst die Kampagne des Guten. Habt ihr die geschafft, wird "Saurons Aufstieg" freigeschaltet, die Kampagne des Bösen. Ebenfalls ärgerlich: Ihr könnt nicht speichern, so dass ihr bei vorzeitigem Ableben den ganzen Level von vorne spielen müsst. Wieso?

Heldenauswahl ohne Mauszeiger. Was soll das?Heldenauswahl ohne Mauszeiger. Was soll das?

Steuerung und Kamera mit teilweise erheblichen Schwächen

Die Kampagne von Sauron besteht dabei aus sieben Karten, die seiner Widersacher aus einer mehr. Diese sind zudem alle nicht sehr groß, so daß vor allem bei einem niedrig gewählten Schwierigkeitsgrad ein nicht gerade umfangreiches Spielvergnügen als Ergebnis dabei herumkommt.

Das Spielelement, das die ganze Sache noch etwas reißen könnte, enttäuscht ebenfalls. Gelegentlich könnt ihr nämlich einen der bekannten Helden aus der Ringgeschichte zu spielen. Doch egal ob Gandalf, Sauron oder Aragorn, die wenigsten Helden bieten von der Spielmechanik her Besonderheiten. Sie halten etwas mehr Schaden aus oder sind stärker, aber die Grundangriffe sind in der Regel sehr ähnlich bis gleich. Besonders ärgerlich: In unserem Testspiel war es wegen eines Mouse-Cursor-Bugs meist gar nicht möglich, die Helden auszuwählen. Stimmungskiller pur! Überhaupt ist die Tastatur-Maus-Steuerung nicht gerade die große Stärke des Spiels. Sie reagiert häufig ungenau oder lässt nur schwer ganz gezielte Manöver zu. Besonders bei den Nahkämpfern Späher und Krieger fällt das auf. Gemeinsam mit der mitunter etwas trägen Kamera gibt das weiteren Punktabzug.

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