Test Chrono Trigger: Fulminante Rückkehr eines Klassikers!

von Henrik Haumann (18. Februar 2009)

Man stelle sich ein Team vor, in dem wirklich jeder sein Handwerk versteht: Hironobu Sakaguchi ("Final Fantasy") als Produzent. Yuji Horii ("Dragon Quest") als leitender Kopf. Akira Toriyama ("Dragon Ball") als Charakterdesigner. Und Nobuo Uematsu (Komponist fast aller "Final Fantasy"-Teile) als leitender Musiker. Ihr "Chrono Trigger" aus dem Jahr 1995 gilt als eines der besten Rollenspiele aller Zeiten, jetzt erscheint das Remake auf dem DS. Wie gut macht sich ein mehr als zehn Jahre altes Spiel im Kontrast zu heutigen Werken?

Nicht jedes Volksfest hat so eine schmucke Zeitmaschine.Nicht jedes Volksfest hat so eine schmucke Zeitmaschine.

Seiner Zeit voraus

Die Geschichte von "Chrono Trigger" könnte ohne weiteres aus der Feder von Akira Toriyama stammen, und es ist sehr offensichtlich, dass er maßgeblich an ihr beteiligt war: Ein junger Mann trifft auf einer Feier eine Dame, die kurz darauf bei einem Experiment mit einem Teleporter in die Vergangenheit geworfen wird. Natürlich bleibt der Held nicht untätig sitzen und rettet die Dame, unter anderem vor einem Zeitparadoxon. Daraus resultiert schließlich eine Fahrt in die verschiedensten Epochen: Von der Steinzeit über das Mittelalter bis hin zu einer postapokalyptischen Zukunft, die durch viele verschiedene Charaktere und Zeitverschiebungen ihren Reiz gewinnt.

Anfangs noch recht simpel, gewinnt die Story in bester "Final Fantasy"-Manier schnell an Fahrt und wird zunehmends komplexer, bis ein fast undurchsichtiges Gewirr verschiedener Handlungsfäden entsteht, die noch dazu alle in verschiedenen Zeiten ablaufen und sich zum Teil gegenseitig beeinflussen. Auch wenn stellenweise ein wenig der Überblick fehlt, werdet ihr euch bei "Chrono Trigger" nie verwirrt an den Kopf fassen, denn trotz aller Komplexität bleibt die Handlung dieses Rollesnpiels übersichtlich.

Crono, Marle und Frog im Kampf.Crono, Marle und Frog im Kampf.

Die glorreichen Sieben

Dass so grundsätzlich verschiedene Epochen auch verschiedene Helden möglich machen, ist mehr als offensichtlich. Hier wartet "Chrono Trigger" mit sieben Helden aus sehr unterschiedlichen Zeiten und Hintergründen auf: Zuerst natürlich der Held der Serie, der junge Draufgänger Crono, zusammen mit seiner technikversessenen Freundin Lucca und seiner Freundin Marle. Ergänzt wird das Team später durch den Roboter Robo aus der Zukunft, den durch einen Zauber entstellten mittelalterlichen Ritter Frog, der steinzeitlichen Häuptlingsfrau Ayla und ... mehr verraten wir nicht.

All diese Charaktere sind frei benennbar, was bei älteren Rollenspielen eigentlich Usus ist: Erst durch sprachlich vertonte Zwischensequenzen, die einen festen Namen für manche Personen erforderten, geriet das aus der Mode. Aber da "Chrono Trigger" eine solche Sprachausgabe nicht hat, könnt ihr den Helden hier noch einen Wunschnamen aufs Auge drücken.

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