Test X-Blades: Im Manga-Tanga auf Schnetzeljagd

von Andreas Hecken (16. Februar 2009)

X-Blades? Was ist denn das für ein Name? Ist Tony Hawk auf Rollschuhe umgestiegen, kommt der zehnte Teil des Vampirjägerfilms oder die Rückkehr der Kampfkreisel? Nichts von alledem, sondern eine blonde Schatzsucherin mit ihren Pistolenklingen. Ob sie sich damit ein Stück vom Tomb-Raider-Kuchen abschneiden kann? Die Ausstattung fällt mit Klappbox, 192 Seiten starkem Handbuch in fünf Sprachen und doppelseitigem Poster jedenfalls so üppig aus wie eine Sahnetorte. So etwas wird woanders schon mal als Sammleredition bezeichnet und zehn Euro teurer verkauft.

Noch bedeckt ein Mantel die hübsche Uniform.Noch bedeckt ein Mantel die hübsche Uniform.

Archäologie-Grundkurs, Lektion Eins

Eigentlich sollte es sich in einschlägigen Kreisen mittlerweile herumgesprochen haben: Wer zwei uralte Artefakte mit unbekannten Schriftzeichen zusammenfügt, der setzt im nächsten Augenblick garantiert Horden von Dämonen frei, die nur einen Gedanken haben: Weltherrschaft. Zwangsläufig hacken wir fortan auf alles ein, was glühende Augen hat, um dies zu verhindern. Aber was wäre die Spielewelt ohne die immer wieder unbedacht geöffneten Höllentore?

Ayumi, der Hauptdarstellerin in X-Blades, mag man diesen Schnitzer verzeihen. Vor allem, weil sie aussieht, als wäre sie Manga-typisch gerade im ersten Semester an der Uni für Top-Model-Grabräuberei. Ausstaffiert mit meterlangen Zöpfen, einem Bauchnabel-Tattoo und extrem klobigen Bergsteigerstiefeln, die auf den ersten Blick nicht so recht zum knappsten Bikini der Spielegeschichte passen wollen. Benutzt sie zum ersten Mal einen Erdbeben-Zauber, lernen wir das Schuhwerk allerdings schnell zu schätzen. Dazu später mehr.

Schwerterkampf mit Sternenschweif.Schwerterkampf mit Sternenschweif.

Sofort loszocken verboten

Bei der Installation wird eine Online-Registrierung verlangt. Hier nicht einfach immer den Weiter-Button drücken, sonst wird nur die Demo-Version eingerichtet, die nach dem zweiten Level zu Ende ist und leichte Verwunderung hervorruft. Manchmal kann das Lesen der Bedienungsanleitung sehr hilfreich sein...

Dafür wurde auf einen Kopierschutz verzichtet, jedes Artefakt hat halt zwei Seiten. Ansonsten hat das Spiel erstaunlich moderate Anforderungen und dürfte auch auf älteren Rechnern seine Grafikpracht noch voll entfalten. Manch eckiges Adventure frisst heutzutage deutlich mehr Kapazitäten.

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