Test Blood on the Sand: Ist die Fortsetzung keine 50 Cent wert?

von Verena Gebauer (19. Februar 2009)

50 Cent ist einer der Zeitgenossen, die musikalisch in letzter Zeit wenig von sich hören ließen. THQ setzt die Versoftung seines Namens mit "50 Cent: Blood on the Sand" dennoch fort und hofft, damit mehr Erfolg zu haben als beim Vorgänger "50 Cent: Bulletproof". Ist das Sequel ein beeindruckender Einblick in die Verhältnisse im Ghetto - oder einfach nur Gangster-Müll?

Ihr macht euch als 50 Cent auf die Suche nach eurem Geld.Ihr macht euch als 50 Cent auf die Suche nach eurem Geld.

Die Qual der Wahl

Bevor ihr endlich in den Genuss des Anblicks von 50 Cent und seinen Homies kommt, nehmt ihr einige Einstellungen vor. In welchem Schwierigkeitsgrad möchtet ihr spielen? Und möchtet ihr alleine spielen oder vielleicht online nur mit Freunden? Welchen von 50's Freunden wählt ihr als Nebenfigur aus, die dann immer mal im Spiel auftaucht und um die ihr euch auch kümmern müsst, wenn ihr etwas passiert? Dann geht es nach kurzer Ladezeit, in der euch wie in vielen Spielen nützliche Tipps angezeigt werden, auch schon los. Auf der Bühne steht 50 Cent und liefert seine Show ab. Nach dem Auftritt erhält er einen Anruf, seine Arbeitgeber hätten ihn nicht bezahlt - um zehn Millionen ist der Rapper geprellt worden. Er stürmt direkt mit schlagenden Argumenten wie einem Sturmgewehr und seiner Gang das Büro des Säumigen...

50 Cent: der Fels in der Brandung - es sei denn, es kommt eine Frau.50 Cent: der Fels in der Brandung - es sei denn, es kommt eine Frau.

Ein Weg geht immer

Doch der Schuldner wurde ausgeraubt. Er zeigt 50 Cent als Beweis einen diamantbesetzten Totenkopf - das ist seltsamerweise überzeugend genug für die Homies und so startet eine wilde Hetzjagd und ihr erfahrt, dass die Gangster die Stadt regieren. 50 Cent zeigt sich unbeeindruckt, doch dann unterbricht ein gezielter Schuss mit dem Raketenwerfer jäh den Plausch im Wagen. Während seine Begleiter nach und nach angeschossen werden und sterben, passiert dem guten 50 nichts (schließlich kennzeichnen ja auch im wahren Leben neun Einschusslöcher seinen durchtrainierten Körper), und er kann sich um die wesentlichen Dinge kümmern: die Angreifer mit Blei durchsieben. Letztendlich wird sein wertvoller Diamant-Totenkopf, den er sich mal eben von seinem Schuldner angeeignet hat, im Eifer des Gefechts von einer vollbusigen, brünetten Amazone im Lara-Croft-Outfit stibitzt, die sich damit davonmacht.

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