Test Grand Ages - Rome - Seite 3

Streichelzoo: Hol mir einer die Erdnüsschen.Streichelzoo: Hol mir einer die Erdnüsschen.

Kampfschwach

Wie konnte Rom eine Weltmacht werden? Genau, durch viele zeugungsfreudige Römerinnen und Römer, aber auch durch eine weit entwickelte und dem Gegner überlegene Kriegsmaschinerie. Haemimont Games hatte anscheinend ähnliche Gedanken, denn im Kampf hilft taktische Finesse eurerseits wenig, die meisten Kämpfe gewinnt oder verliert ihr durch pure Truppenstärke und den technologischen Stand eurer Ausrüstung.

Ein Stein-Schere-Papier-System der verschiedenen Einheitengattungen existiert zwar, entfaltet aber leider kaum Wirkung. Wundervoll ausgetüftelte Fallen unserer Bogenschützen und Legionäre verpuffen im Nichts, weil der Gegner näher an der Rohstoffquelle saß und somit mehr Einheiten ausbilden und bessere Waffen entwickeln konnte. So kommt man häufig in Versuchung, sein Heer mit günstigen Hilfseinheiten aufzustocken, bis dem Einheitenzähler schwindelig wird.

Ausgefuchst: handgemaltes Navi.Ausgefuchst: handgemaltes Navi.

Römische Pracht

Von der technischen Seite her weiß "Grand Ages: Rome" zu gefallen. Sicherlich ist es kein Meilenstein, aber die Texturen bleiben auch in der höchsten Zoomstufe scharf, die Gebäude und Einheiten sind detailliert und den historischen Vorbildern korrekt nachempfunden. Während eure pyromanisch veranlagten Untertanen in rauen Mengen durch die Siedlung wuseln und euch immer mal wieder die Feuereffekte präsentieren, inszeniert die Grafik-Engine hübsche Tag- und Nachtwechsel.

Wie die Grafik ist auch die akustische Umsetzung mehr als solide. Die Synchronsprecher haben ganze Arbeit geleistet und die Musikuntermalung plätschert mal mehr, mal weniger angenehm im Hintergrund vor sich her. Wie in der Neuzeit hat es anscheinend auch im alten Rom schon sehr verschiedene Musikgeschmäcker gegeben.

Meinung von Philipp Rauh

"Grand Ages: Rome" macht es mir nicht leicht. Caesar zu spielen hat gerade anfangs seinen Reiz, meine Untertanen gewinnen friedlich und ohne Fackel in der Hand Rohstoffe, ich platziere wohlüberlegt ein Gebäude nach dem anderen, hebe viele Truppen aus und trete weniger Gegnern in den Allerwertesten. Doch mit einem Mal bricht die Hölle los. Die halbe Stadt brennt, weil ich zu spät gemerkt habe, dass ich den Produktionsweg der Rotwein-Gewinnung verbaut habe. Das gefällt dem hart schuftenden Römer gar nicht. Also übt er sich in zivilem Ungehorsam, was mir wiederum nicht gefällt. Und so lade ich einen Autosave-Stand, bis mir die Siedlung abermals in Flammen aufgeht. Wer frustresistent und ein erfahrener Aufbauspieler ist, wird mit "Grand Ages: Rome" durchaus seinen Spaß haben, es macht zu viel richtig, um schlecht zu sein. Anfänger im Genre und Spieler mit Angst vor Feuer sollten allerdings die Hände vom Römerreich lassen.

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meint: Ansprechende Aufbau-Simulation mit mauen Kämpfen und pyromanischen Untertanen - nur für erfahrene römische Heerführer.

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