Test Klein und gemein: Ceville an die Macht

von Philipp Rauh (11. März 2009)

Hippie-Elfen den heißgeliebten Wald vor der Nase wegbulldozern? Kapitalistischen Raffzahn-Zwergen die Aktien vermiesen? Französischen Starköchen den entbeinten Lurchie ins Gesicht werfen? Draußen ist das Wetter grau und die aufgezwungene Gute-Laune-Musik im Radio geht euch am verlängerten Rücken vorbei? "Ceville" verspricht Rettung: "Böse sein und Spaß dabei!" lautet die Devise.

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Des Teufels Adjutant

Um kurz ein paar Worte über die Story zu verlieren: Böser Tyrann wird gestürzt, liebe Fee demokratisch gewählt, wirtschaftet das Land herunter und soll nun von einem noch böseren Ober-Fiesling gemeuchelt werden. Um dies zu verhindern und die Macht wieder an sich zu reißen, tritt der erste Tyrann aus dem Exil auf den Plan. Fertig. Wenn euch das zu wenig Hintergrundwissen ist, schaut doch einfach mal bei unserer Preview vorbei.

Dieses Video zu Ceville schon gesehen?

"Ceville" ist eine Hommage an alle Skeptiker, an alle Fans und an alle Kritiker des "neuen Lifestyles". Egal ob "World of Warcraft", YouTube, "Star Wars" oder "Germanys next Dorftrottel", in "Ceville" kommt niemand ungeschoren davon. Nicht einmal "Ceville" selbst. Nicht zuletzt diese Selbstironie macht das Spiel so sympathisch, der Humor bleibt immer oberhalb der Gürtellinie auf einem fundierten Niveau, schwankt zwischen kritisch und überspitzt. Während der knapp elf Stunden Spielzeit kommt das Bedürfnis auf, irgendwann mal mit den Autoren ein Bier trinken zu wollen.

Sadomasochismus: Das könnte schmerzhaft enden.Sadomasochismus: Das könnte schmerzhaft enden.

Zu Hülfe, das Bild ist gespalten!

Die Gehirnakrobatik zum Lösen der Rätsel hält sich in angenehmen Grenzen. Anfangs ist das Spiel allerdings etwas zu leicht. Das fällt aber nicht weiter ins Gewicht, da "Ceville" fair und geradlinig den Schwierigkeitsgrad im Laufe der Handlung anzieht. Außerdem ist eine durchdachte Hilfefunktion integriert, die dem Spieler bei Bedarf unter die Arme greift. Dabei beschränken sich die Rätseleinlagen oft nicht nur auf einen Charakter, häufig kommt ihr nur weiter, wenn ihr zwei oder mehrere (bis zu vier) Akteure simultan handeln lasst.

Mysteriös: Ceville, Lilly und Co greifen immer auf das gleiche Inventar zurück. Von den Entwicklern unlogisch, aber praktisch gelöst, denn so erspart ihr euch das Hin- und Hertransferieren von Objekten zwischen den Spielfiguren. Steuert ihr zwei Charaktere parallel, wird das in einem Splitscreen dargestellt, ganz im Stil der Fernsehserie "24". Zeitdruck entwickelt sich bei diesen Aktionen übrigens kaum, ihr könnt alle Einlagen beliebig oft wiederholen.

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