Test Secret Service: Knallharter Shooter mit Postkartenkulisse

von Andreas Hecken (04. April 2009)

Der amerikanische Geheimdienst muss eine Verschwörung aufdecken. Es geht um das Leben des Präsidenten und die Zukunft der USA. Gut, vor der Wahl hätten sicher einige gesagt, durch einen Anschlag kann es nur besser werden, aber jetzt ist ja bekanntlich alles anders und es lohnt sich wieder, für sein Land in den Krieg zu ziehen. Oder doch nicht?

Die Air Force One hat Verspätung.Die Air Force One hat Verspätung.

"Washington, wir haben ein Problem."

Secret Service bedeutet übersetzt Geheimdienst, logisch. Deshalb hält sich eben dieser auch immer schön im Hintergrund und beobachtet das Geschehen aus dem Schatten heraus, den wichtige Personen zu werfen pflegen. Was aber passiert, wenn ein Schurkenstaat versucht, den allerwichtigsten Mann überhaupt aus dem Weg zu räumen? Noch obendrein bei dessen Amtseinführung?

Dann treten die Mitarbeiter eben dieses Secret Service hinter ihren Sonnenbrillen hervor, ziehen Großkalibriges aus dem Maßanzug und gehen in die Offensive. Das bedeutet erwartungsgemäß einen Dauerschusswechsel mit den bösen Jungs; diese haben völlig unbemerkt nahezu das ganze Land unterwandert und ihre Söldner an etlichen markanten Plätzen verteilt, wo sie darauf warten, niedergemäht zu werden.

Grünes Licht für geübte Schützen.Grünes Licht für geübte Schützen.

Bonusmaterial Fehlanzeige

Der Titel des Spiels lässt als Kopierschutz Iris-Scan oder Spracherkennung erwarten. Stattdessen genau das Gegenteil: Kein einzugebender Code, keine Online-Registrierung, nicht einmal die DVD muss sich im Laufwerk befinden. Kein Wunder, dass Mr. President in Gefahr schwebt.

Wer auf dicke Handbücher steht oder gar Zusatzmaterial wie Karten, Poster oder Ähnliches erwartet, wird spätestens beim Aufreißen der Verpackung enttäuscht. Das Gewicht der Box lässt bereits auf mageren Inhalt schließen, aber ein sechs Seiten starkes Beiblatt mit Installations- und Supporthinweisen als einzige Zugabe zur DVD unterbietet selbst die Minimalanforderungen. Besonders ärgerlich, da laut Packungstext das komplett englische Spiel ein deutsches Handbuch enthalten soll. Immerhin birgt die Tastenbelegung keinerlei Überraschungen für den versierten Shooter-Spieler.

Bitte beachten Sie die berühmten Wandgemälde.Bitte beachten Sie die berühmten Wandgemälde.

Sightseeing mit Zielfernrohr

Die an die Hardware gestellten Anforderungen sind hoch gesteckt, aber dafür wird Einiges geboten: Die Grafik ist einfach ein Knaller, obwohl nicht gerade detailverliebt. Die Angreifer kaufen offensichtlich alle in dem selben Baseballjacken-Laden ein. Auch in den Innenräumen schaut alles ein wenig lieblos aus. Aber wer achtet schon auf unterschiedliche Schreibtische, wenn er dahinter in Deckung geht?

Bei den Außenarealen sieht das Leveldesign ebenfalls ein wenig zusammengewürfelt aus. Wer nicht gerade unter Feuer steht, sollte jedoch so oft wie möglich einen Rundblick riskieren, denn die Locations umfassen einige der berühmtesten Orte Amerikas. Beim Anblick des Weißen Hauses oder Lincoln Memorial drängt sich der Verdacht auf, ein großer Reiseveranstalter stecke hinter dem Attentat.

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