Test BattleForge: Innovatives Spiel trotz altbewährter Elemente

von Gerd Schüle (28. März 2009)

Beim Genremix "SpellForce 2 - Shadow Wars" ist es Entwickler Phenomic eindrucksvoll gelungen, Elemente der Echtzeit-Strategie und Rollenspiele miteinander zu verschmelzen. Auf alten Pfaden schlagen sie nun einen neuen Weg ein: In "BattleForge" wollen sie mit rasanten Schlachten und dem Sammelkartenprinzip der eingeschlafenen Echtzeit-Strategie neues Leben einhauchen.

Truppen einfach in die Karte werfen, statt sie umständlich zu rekrutieren!Truppen einfach in die Karte werfen, statt sie umständlich zu rekrutieren!

Es gibt nichts Neues unter der Sonne!

Das Sammelkartenprinzip ist grundsätzlich nichts Neues. Kinder sammeln eifrig Fußballbilder, nur um sie in ein Album einzukleben. Selbst am PC gab es schon mehrere Versuche, diese Sammelleidenschaft erfolgreich in ein Spiel zu quetschen. In den Prügelarenen von "Magic the Gathering - Battlegrounds" waren spielende Sammelkarten-Fans von den Magic-Trading-Cards nicht besonders begeistert. Sicherlich erfindet auch Phenomic das Rad nicht neu. Im Zentrum des Spiels stehen im Grund bewährte Elemente aus dem Sammelkartenprinzip und der Echtzeit-Strategie. Das Besondere an "BattleForge" ist die gelungene Mischung aus hervorragenden und spieltechnisch überzeugenden Ideen.

Unser Highlight: Koop-Schlachten mit zwei, vier oder gar zwölf Spielern. Hier kämpfen wir zu dritt auf einer 4er-Map.Unser Highlight: Koop-Schlachten mit zwei, vier oder gar zwölf Spielern. Hier kämpfen wir zu dritt auf einer 4er-Map.

Sir, wo geht es zur Basis, Sir?

Militärischen Drill und den klassischen Wirtschaftspart mit Basisaufbau,wie das in "Age of Empires" zum Beispiel der Fall ist, sucht ihr vergebens. Produktionsgebäude, wie bei "Command & Conquer 3 - Tiberium Wars" in der ihr Einheiten anheuert, gibt es genauso wenig wie irgendwelche Rohstoffe oder weite Wege, die ihr mit euren Truppen zurücklegen müsst. Ihr werdet in eine Fantasywelt versetzt, in der ihr mit individuell angepassten Sammelkarten eure perfekte Armee zusammenstellt. Am untern Bildschirmrand ist ein Kartendeck eingeblendet, auf dem bis zu 20 Karten Platz haben. Sobald ihr eine Karte in die Schlacht werft, erscheinen dort die darauf abgebildeten Einheiten.

Lange Wege sind darum überflüssig, denn ihr dürft die Karten an jedem Fleck des Schlachtfeldes ausspielen. Einzige Voraussetzung dabei ist, dass sich ein Bauwerk oder eine Einheit von euch in der Nähe befindet. Ihr spielt zum Beispiel eine Karte mit einem Magmawerfer aus. Sobald dieser Elementar-Schütze eingesetzt ist, verdunkelt sie sich und steht im Augenblick nicht mehr zur Verfügung. Aber keine Angst: sie lädt sich langsam wieder auf. Wenn sie wieder ganz hell ist, stehen euch der Elementar-Schütze erneut zur Verfügung. Dieses Prinzip und ein zusätzliches Einheitenlimit sorgen dafür, dass nicht wegen Tausenden von Truppen die Übersicht verloren geht oder sogar euer PC die weiße Fahne schwenkt.

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