Test

Puyo Pop Fever

"Puyo Pop Fever" ist die Fortsetzung einer vor allem in Japan extrem beliebten Puzzle-Serie. Puzzle-Spiele haben es in Zeiten von "Far Cry", "Half Life" oder anderen Highend-Spielen sicherlich schwer, die breite Käuferschicht anzusprechen. Warum die Japaner jedoch verrückt nach diesem Game sind, soll euch dieser Test verraten. Von Florian Funk

28. Apr 2004

Das Spielprinzip

Bunt ist schick ...?

Ähnlich wie in "Tetris" gilt es bei "Puyo Pop Fever" mehrere Steinchen in einem Spielfeld so zu platzieren, dass sie eine Kette bilden. Anders als bei "Tetris" zählen hier aber nicht die Linien sondern die Farben der Puyos. Puyos gibt es in 5 verschiedenen Farben. Reiht man jeweils vier Puyos (unabhängig von der Form) aneinander, lösen sie sich auf, die darüber liegenden Puyos fallen dann einige Etagen tiefer. Genau da liegt auch der Sinn des Spiels, denn durch das Wegpoppen einiger Puyos fallen (bei richtiger Platzierung) die darüberliegenden Puyos nach unten und lösen dort eine weitere Reihe auf. So lassen sich (je nach Spielmodi) ganze Kettenreaktionen auslösen und dafür gibt es dann satt Punkte. "Puyo Pop Fever" ist also ideal für Highscore-Jäger oder Puzzle-Fanatiker mit Hang zu Mehrspieler Action. Im Mehrspielermodus erntet der jeweilige Konkurrent nämlich dicke unbrauchbare Puyos indem man selbst große Kombos auslöst. Ist das Spielfeld bis obenhin verstopft, gilt die Runde als verloren.

Spielgeschehen

Achtung: Freaks only!

Damit es auch Solisten nicht langweilig wird, spendierte Sega dem Game einen kleinen aber feinen Storymodus mit einer einfachen und teils albernen Hintergrundgeschichte. Hier durchlebt ihr mehrere Stationen und kämpft immer wieder gegen neue Kontrahenten die nix besser zu tun haben als euch zum Puyo Pop spielen heraus zu fordern. Überhaupt wirkt "Puyo Pop Fever" sehr skuril an. Rosa Hintergrundfarben und Kitsch wo man nur hinschaut. Was bei den Japanern Kult sein mag, kann man hierzulande wohl nur belächeln. Noch dazu pfefferte Sega das Game mit einem hammerharten Schwierigkeitsgrad. Bei den Spielmodi gibt es neben dem Storymodus und dem Klassiker Modus noch das endlose Puyo Pop, Fever oder diverse Survival Modis. Alles in allem sehr wenig. Richtig interessant wird dieses Spiel daher auch nur wenn ihr Freunde habt, die mit euch spielen (und nicht gleich beim Anblick der kitschigen 2D Sparoptik weglaufen). Mir persönlich gefällt das Spiel ganz gut. Anspruchsvoller als "Tetris" ist es allemal und irgendwie besitzt es auch einen nicht zu unterschätzenden Charme.

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