Test PES 2009: Stimmiges Fußball-Großereignis auf Wii

von Mark Heywinkel (03. April 2009)

Keine Weltmeisterschaft, nicht mal eine EM - 2009 ist ein recht mäßiges Fußballjahr. Zum Glück kommt mit "Pro Evolution Soccer 2009" ein virtuelles Bolz-Ereignis für Nintendos Wii daher.

Alles geht: Einen eigenen Verein aufbauen, mit den eigenen Miis oder gleich online spielen.Alles geht: Einen eigenen Verein aufbauen, mit den eigenen Miis oder gleich online spielen.

Alles nur Kommerz

Fußball ist doof. Schon in der Schule sorgt das Gekicke für Mobbing gegen zu dicke oder zu schmächtige Kinder und auch schon mal für eine kräftige Prügelei. Bei den Erwachsenen sieht das nicht anders aus: In den Profiligen wagen homosexuelle Spieler es nicht, sich zu outen, um nicht zum Außenseiter in ihrem Team zu werden. Und immer wieder werden besonders hitzige Partien von Auseinandersetzungen verfeindeter Hooligans überschattet, die sich gegenseitig die Fressen polieren oder im schlimmsten Fall sogar umbringen.

Das eigentliche Spiel rückt auch immer dann in den Hintergrund, wenn sich die Branche wieder mal mehr ums Geld als um sportliche Leistungen schert: Hier wird um Sponsoren gestritten, dort um die Ausstrahlungsrechte im TV gezankt - und die jungen deutschen Nationalspieler fallen eher durch die Nutella-Werbung als durch Erfolge auf dem Rasen auf.

Fußball ist viel häufig Diskriminierung, Krawall und Kommerz. Aber der Fan spielt trotzdem mit und kauft sich vermutlich auch noch jede Saison ein neues Fußball-Videospiel, an denen sich ein paar smarte Entwickler ein goldenes Näschen verdienen. Damit ist jetzt Schluss, es reicht endgültig! "Pro Evolution Soccer 2009" für Wii kommt nicht mehr in die Tüte - oder lohnt sich der Titel etwa doch?

Erst mal trainieren: Die Steuerung mit Wiimote und Nunchuck bedarf Übung.Erst mal trainieren: Die Steuerung mit Wiimote und Nunchuck bedarf Übung.

Learning by Doing bringt´s nicht

"PES 2009" gleitet in die blauglühende Konsole hinein. Rhythmische Musik setzt an. Dann taucht in blau-schwarzen Tönen das Startmenü auf, das sich kaum von denen der Vorgänger unterscheidet: Ihr könnt euch sofort in den Kampf um den Champions-League-Titel stürzen, einen eigenen Verein gründen, Spieler editieren und transferieren, mit euren Miis kicken oder mit vier Freunden lokal oder über die Wi-Fi-Connection spielen.

Bevor ihr euch aber in den Stadien der Welt bei Tag und Nacht, Regen und Schnee austobt, schaltet sich erst einmal euer Trainer ein. Die Comicfigur mit sportivem Trainingsanzug, aber ohne jede Ahnung von Kommasetzung erklärt euch, wie alles funktioniert: Passen, in den Lauf spielen, Flanken, Dribbeln, aufs Tor schießen - und überhaupt erst mal lenken. Es gibt ziemlich viel zu lernen, im stattlichen Anleitungsheft bringt es die Technikensammlung auf 17 Seiten. Tatsächlich solltet ihr das Training nicht gleich wegklicken, sondern euch erst mal mit der Steuerung auseinandersetzen. Learning by Doing bringt euch nicht weiter.

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