Konsequente Evolution des Handheld-Evergreens

(Special)

von Oliver Hartmann (02. April 2009)

20 Jahre nach der Einführung des Kult-Klassikers GameBoy und nach mehr als 100 Millionen verkauften Exemplaren des Nintendo DS schreibt Nintendo ab dem 3. April mit dem Nintendo DSi an einem neuen Kapitel der Erfolgsgeschichte Handheld.

Technisch und optisch ein Schritt nach vorn

Nachdem wir den DSi aus seiner weißen Verpackung befreit haben, fällt vor allem eines auf: Auf den ersten Blick sieht er seinem älteren Bruder NDS ziemlich ähnlich. Doch der erste Eindruck täuscht. Das Gehäuse ist etwas flacher, die Kanten sind nicht mehr so stark abgerundet wie bisher.

Die alte, glatte, auf Finger empfindlich reagierende Oberfläche wich einer leicht angerauten Hülle. Auf der Oberseite fällt uns auch sofort eine der beiden neuen Kameras auf. Die zweite befindet sich innen zwischen den beiden Bildschirmen, direkt neben dem Mikrofon. Statt eines Schiebereglers für die Lautstärke befindet sich dafür an der linken Gehäuseseite eine leicht zu bedienende Wippe. Der Powerschalter wandert von der rechten Gehäuseseite ins Innere links neben dem unteren Bildschirm.

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Nintendo DSi:

Chip-Tuning für den Klassiker

Auffälligste Neuerung neben der neuen LED für die WiFi-Verbindung dürfte der Wegfall des GBA-Slots sein. Dafür bekommt der DSi auf der rechten Seite einen Slot für SD-Karten, auf der z.B. Fotos gespeichert werden können. Der Wegfall des GBA-Slots dürfte Retrospielern und Fans von Zubehörteilen wie dem Guitar-Hero-Controller schwer im Magen liegen. Gerade Fans von Musikspielen hätten besonders von den deutlich besseren Lautsprechern profitieren können.

Technisch hat sich einiges getan. In der Theorie ist der DSi doppelt so schnell wie der NDS. Der Prozessor ist jetzt mit 133 MHz statt mit 67 getaktet, dazu wurde der Speicher von 4 auf gerade verschwenderische 16 MB vergrößert. Die interessanteste Neuerung dürften neben den beiden Kameras jedoch die vergrößerten Bildschirme sein. Diese sind rund ein halbes Zoll (ca. 1,27 cm) größer und deutlich stärker beleuchtet. Das kommt dem Kontrast zu Gute und liefert ein ansprechenderes Spielerlebnis.

Auf die inneren Werte kommt es an

Doppelt so schnell wie der NDS

Äußerlichkeiten sind natürlich nicht alles, darum hat Nintendo dem DSi ein komplett neues Betriebssystem spendiert. Der untere Bildschirm zeigt nach Systemstart nebeneinander aufgereiht alle installierten Anwendungen und Systemfunktionen an. Wie bei der Oberfläche der Wii können diese Icons frei platziert werden. Untermalt wird das Menü von einer netten Hintergrundmusik.

Schon ohne Spiel werdet ihr viel Spaß mit den beiden neuen Kameras haben. Nintendo hat damit nicht nur einfach einen Feature-Wunsch abgehakt, sondern auch zahlreiche Software-Spielereien beigelegt. Mit der Innenkamera könnt ihr coole Selbst-Portraits schießen, mit der Außenkamera macht ihr spontane Schnappschüsse oder fotografiert eure Freunde. Mit den so geschossenen Fotos könnt ihr anschließend prima rumspielen. So ist es möglich, die Bilder mittels Stick zu verfremden oder Gimmicks wie Mario-Schnurrbärte oder Sprechblasen in die Fotos einzubauen.

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Neue Firmware:

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