Test Disgaea: Rollenspiel-Perle mit strategischem Tiefgang

von Henrik Haumann (09. April 2009)

Der Nintendo DS hat bereits viele Casual-Gamer angezogen und Nintendo beachtliche Gewinne beschert. Jetzt scheint es sich einzubürgern, für diese Handheld-Konsole alte Spiele neu aufzulegen und somit auch Nostalgie-Fans für den DS zu gewinnen. Was mit "Chrono Trigger" und anderen Spielen bereits bestens gelungen ist, soll nun auch für "Disgaea" funktionieren, ein Strategieabenteuer für die PS2 mit atemberaubend schräger Story. Was daraus geworden ist und ob Nippon Ichi die Portierung gelungen ist, lest ihr hier.

Etnas Aufweckmethoden sind brachial, aber wirksam...Etnas Aufweckmethoden sind brachial, aber wirksam...

Zzzz... Schnarch

Nein, keine Sorge, die Überschrift ist keine Zusammenfassung unserer Kritik. Sie gibt stattdessen wieder, was Laharl, der Held des Spiels, die letzten zwei Jahre vor Beginn der Story getan hat: geschlafen. In der Zwischenzeit ist sein Vater, der Overlord der Dämonen von Netherworld, gestorben und ein gnadenloser Krieg um seine Nachfolge entbrannt. Das kann Laharl natürlich nicht auf sich sitzen lassen und macht sich bereit, sein rechtmäßiges Erbe anzutreten. Unterstützt wird er dabei von seiner Vasallin Etna, welche die letzten zwei Jahre lang versucht hat, ihn zu wecken, sowie einigen an rekrutierbaren Einheiten.

Ein paar Prinnies halten als Prügelknaben her...Ein paar Prinnies halten als Prügelknaben her...

Hack, zack, schnetzel!

Auch wenn Disgaea dem Strategie-Genre zuzuordnen ist, so ist es doch sehr leicht zu erlernen. Gerade einmal drei Lektionen im Tutorial braucht es, und man kann bereits loslegen, was schon damals eine wunderbare Alternative zu umfangreicheren, aber auch komplexeren Strategiespielen war. Dennoch sind die Gefechte in Disgaea keinesfalls langweilig oder eintönig, sondern fordern in einem fair wachsenden Schwierigkeitsgrad immer mehr von euch ab. Auch die verschiedenen Einheiten sorgen immer wieder für Abwechslung, so ist es beispielsweise möglich, mehrere Truppen in nahezu jeder Kombination zu einem besonders starken Angriff zusammenzutrommeln, der dem Gegner einiges an Schaden zufügt und sich je nach benutzten Einheiten unterscheidet. Alleine das schon sorgt dafür, dass die Kämpfe in Disgaea nicht so schnell langweilig werden.

...sehr zur Verstimmung von Etna....sehr zur Verstimmung von Etna.

Dood!

Ganz bezeichnend für Disgaea dürfte jedoch der Humor sein, der es von anderen Spielen zweifelsohne abhob. So hat beispielsweise Laharl zwei volle Jahre geschlafen, obwohl er nur ein kleines Nickerchen über zehn Tage halten wollte. Der erste Boss, ein eiteler Dämon namens Vyers, der sich auch als "Dunkler Adonis" bezeichnet, wird zum "Mid-Boss" (Zwischengegner) degradiert, und die Toten kommen als die pinguinähnlichen "Prinnies" wieder zurück auf die Welt, welche allesamt einen sehr legeren Sprachgebrauch aufweisen. Die Gags der Story sind zwar zum Teil ein wenig zu plump und offensichtlich präsentiert, andere hingegen brauchen eine Weile, um wirklich zu zünden. Bei einer derartigen Mischung ist sicher für jeden Humorgeschmack zumindest eine lustige Sequenz dabei, sodass Disgaea diesen wichtigen Aspekt des Humors gut erfüllt.

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