Test Tenchu: Stimmungsvolles Ninja-Schleich-Abenteuer

von Daniel Frick (09. April 2009)

Es gab einmal ein Spiel, das trieb sowohl mich als auch meine Mutter 1989 zur Weißglut. Meine Mutter, weil ich wochenlang zu spät zum Abendessen kam, weil ich mich nicht von "The Last Ninja" loseisen konnte. Und mich und meinen Freund, weil wir immer und immer wieder die gleichen schwierigen Stellen spielten, die wir endlich schaffen wollten. Und so hat "Tenchu - Shadow Assassins" neben dem Ninja-Szenario eine weitere Parallele zum Lieblingsspiel meiner Kindheit. Wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gründen...

Prinzessin Kiku in den Fängen des Bösen.Prinzessin Kiku in den Fängen des Bösen.

Ninja trifft Prinzessin

Die "Tenchu"-Reihe gilt neben "Thief" und der "Metal Gear Solid"-Serie als eines der einflussreichsten Spiele für Stealth-Titel. Auch wenn die Fortsetzungen von "Tenchu" nicht mehr an die Brillanz des Serienauftakts heranreichen, treffen wir im inzwischen vierten Teil der Reihe, der exklusiv für Wii und PSP erscheint, die bekannten Protagonisten Rikimaru und Ayame wieder. Die beiden Ninja dienen loyal ihrem Clanführer Lord Goda, dessen Tochter Kiku von einem altbekannten Schurken entführt wurde. In zehn Levels, von denen wir die ersten sechs mit dem sehr defensiven Rikimaru und die letzten vier mit der etwas offensiveren Ninja-Dame Ayame spielen, gilt es die Prinzessin aus den Fängen der Bösewichte zu befreien.

Im sekundären Spielmodus löst ihr 50 eher kurze Nebenquests. Über eines müsst ihr euch allerdings klar sein: "Tenchu - Shadow Assassins" legt den Schwerpunkt absolut auf die Stealth-Elemente. Es geht darum, unbemerkt (wie es sich für einen echten Attentäter gehört) die Gegner auszuschalten, um das jeweilige Missionsziel zu erreichen.

Bei mehreren Gegnern ist taktisches Vorgehen unumgänglich.Bei mehreren Gegnern ist taktisches Vorgehen unumgänglich.

Unbemerkt heißt die Devise

Während der ersten Abschnitte erklärt uns das Spiel die unterschiedlichen Schleich-Manöver: Wir können uns in Gebüschen verstecken und im Schatten verbergen. Um letzteren zu nutzen, schaffen wir ihn teilweise selber: Kerzen werden ausgepustet oder mit einem gezielten Wurf eines Shuriken gelöscht, ausgewachsene Fackeln löschen wir mit Wasser. Im entstehenden schwarz wabernden Schatten drücken wir uns an Hauswänden entlang an Samurai-Wachen vorbei. Die sind dennoch verflixt aufmerksam. Unbedacht oder versehentlich einen falschen Schritt aus dem Schatten heraus gemacht, und wir finden uns in einer Blutlache auf dem Boden oder am letzten Speicherpunkt wieder.

Da hilft es, die Ninja-Sicht zu aktivieren. Die zeigt uns die Blickrichtung der Gegner und neben interaktiven Gegenständen wie Fackeln auch Fußspuren, die uns den Weg zum Levelausgang weisen. Zwar gibt es in der Regel nur einen Weg, dennoch sind die Levels durchaus rätsellastig aufgebaut und wir müssen teilweise gut überlegen, wie bzw. wo es weitergeht. Dabei geht es rein spielerisch (optisch leider nicht) recht abwechslungsreich zu. Wir tauchen durch Teiche, klettern über Mauern und balancieren auf Balken in Dachgiebeln über den Köpfen unserer ahnungslosen Feinde.

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