Test Tenchu - Shadow Assassins - Seite 2

Die Ninja-Attacken sind spektakulär umgesetzt.Die Ninja-Attacken sind spektakulär umgesetzt.

Stimmungsvolles Ninja-Abenteuer

Was an "Tenchu" absolut überzeugt, ist die stimmige Umsetzung des Szenarios. Man kommt sich wirklich wie ein vermummter Attentäter vor, der irgendwo im feudalen Japan einem Schatten gleich in eine befestigte Burg eindringt und mit Wurfsternen und anderem Gerät hantiert. Dazu tragen unter anderem die wirklich hübsche Grafik und düstere Intros und Zwischensequenzen bei, die das Samurai-Ninja-Ding glaubwürdig präsentieren. Wirklich herausragend sind aber die saucoolen Ninja-Attacken. Wenn man sich lautlos kopfüber von einem Balken im Dachgiebel herablässt, um der darunter stehenden Wache das Genick zu brechen, dann ist das zwar nicht gerade eine Sternstunde des Jugendschutzes.

Aber Ninjas sind emotions- und skrupellose Attentäter und die werfen nun mal nicht mit Wattebällchen. Attacken finden vorzugsweise hinterhältig statt und enden für den Gegner dann auch tödlich. Wird man dagegen entdeckt und muss sich im Kampf stellen, kann das Spiel nicht mehr wirklich überzeugen. Zu fummelig ist die Abwehr von Schwertangriffen, wenn man denn überhaupt dazu kommt. Auch mit den später hinzukommenden Waffen brilliert das Spiel im offensiven Modus nicht wirklich. Für das waschechte Ninja-Feeling aber alles in allem ein dickes Lob von einem echten Japan- und Samuraifilm-Kenner!

Mit Hinterlist schleichen und sich verbergen heißt die Devise.Mit Hinterlist schleichen und sich verbergen heißt die Devise.

Lokalisierung fehlgeschlagen

Die Kehrseite der Medaille haben wir schon angedeutet: Bei aller Stimmung lässt auf Dauer die Abwechslung etwas zu wünschen übrig. Die grauen Mauern und braunen Flure wiederholen sich doch recht häufig, das selbe gilt für die Gegner. Was ebenfalls nicht so richtig zur eigentlich gelungenen Umsetzung passt, ist die Sprachausgabe: Abgesehen davon, dass keine Lokalisierung vorliegt und man sich mit Untertiteln behelfen muss, brummeln die feindlichen Samurai reichlich peinlich unverständliches Zeug vor sich hin. Echte Japaner hätten das sicherlich wesentlich besser hingekriegt, aber zumindet eine einigermaßen verständliche und passende englische Synchronstimme wäre das Mindeste gewesen. Schade!

Auch Elemente der Bedienung wirken nicht ganz durchdacht. So kann man das Spiel zwar jederzeit frei speichern, jedoch nur, wenn man das Spiel beendet. Möchte man also speichern, muss man vom Hauptmenü aus wieder sein Spiel laden. Zudem speichert das Spiel nicht genau an der Stelle, an der man momentan steht, sondern am letzten festen Speicherpunkt, was die Möglichkeit des freien Speicherns eigentlich überflüssig macht. Hinzu kommen Übersetzungsfehler in den Menüs, die die Orientierung an manchen Stellen alles andere als geschmeidig-ninjamäßig machen.

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