Test Die Gilde: Einfach, schlicht und trotzdem motivierend

von Salome Schüle (14. April 2009)

Euer Vater, ein erfolgreicher Händler, hatte einen Traum, für den er gelebt hat. Doch nun ist er tot - und mit ihm ist der ganze Reichtum eurer Familie verloren. Alles, was euch noch übrig bleibt, sind ein Handelskarren mit ein paar Waren und eine Hand voll Gulden - und der Wille, das Lebenswerk eures Vaters fortzuführen.

Ihr wollt alle Händler davon überzeugen, der Gilde beizutreten.Ihr wollt alle Händler davon überzeugen, der Gilde beizutreten.

Die Gilde - ein Lebenstraum

Alle Händler in einer Gilde zu vereinigen - davon träumte euer Vater ein Leben lang. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Gilde gewährt nicht nur Schutz vor Räubern oder sonstigen Überfällen, sondern auch einen mächtigen Zusammenschluss der Interessen der Händler. Grundsätzlich geht es darum, die anderen Kaufleute von der Gilde zu überzeugen. Wie in, "Die Gilde" und seionem Nachfolger "Die Gilde 2" auf dem PC, strebt ihr danach diesen einflussreiche Zusammenschluss aufzubauen. Eure Möglichkeiten, dies umzusetzen, werden euch im Tutorial vorgestellt. Folgt ihr treu den Anweisungen, ist es zwar sehr zeitraubend, aber im Grunde doch sehr einfach, die Gilde durchzusetzen.

Wir betreten den Marktplatz von Ehrnhavn.Wir betreten den Marktplatz von Ehrnhavn.

Gut oder Böse?

So liegt es an euch, ob ihr einfach versucht die Händlervereinigungen der einzelnen Städte zu überzeugen, wozu ihr natürlich eines entsprechenden Rufs und Titels bedürft, ob ihr selbst zum herrschenden Kurfürsten aufsteigt, um die Gilde gesetzlich einzuführen oder ob ihr eure Kontrahenten ausstecht, die die Gilde verhindern wollen. Hierbei tretet ihr wiederum auf die andere Seite des Gesetzes und überzeugt sie nicht nur durch wirtschaftlichen Erfolg, sondern vor allem auch zahlreiche Überfälle von ihrer Chancenlosigkeit.

Die überschaubare Welt der DS-Gilde.Die überschaubare Welt der DS-Gilde.

Runde für Runde

Auf den Spielablauf selbst hat eure Wahl keine allzu großen Auswirkungen. Wie in dem Klassiker "Patrizier 2" seht ihr auf einer Übersichtskarte im oberen Fenster die Städte der kleinen Welt, die euch zur Verfügung steht. Mit Hilfe des Touchpens pendelt ihr Runde für Runde auf dem unteren Kartenausschnitt etwa zwischen Trugstedt und Pralheim, um Waren in der einen Stadt billig einzukaufen und woanders teuer zu verkaufen. Unterwegs begegnet ihr fahrenden Händlern oder einem eurer drei Rivalen, mit denen ihr ebenfalls handeln könnt - oder ihr überfallt sie. Dann startet ein Minispiel, das den Kampf simuliert. Durch denkbar schlechte Animationen und Reaktionen ist es uns allerdings schleierhaft, wie wir diese Kämpfe gewinnen sollen. Auch das Feilschen wird durch ein Minispiel entschieden, das zwar sehr gut funktioniert, aber schnell eintönig ist.

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